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Endlich Würdigung von Beate und Serge Klarsfeld

Pressemitteilung von Gesine Lötzsch,

„Ich gratuliere Beate und Serge Klarsfeld zur Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz. Die Auszeichnung markiert 70 Jahre nach der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus einen längst überfälligen Schritt. Beate Klarsfeld hat bei der Aufarbeitung der NS-Zeit bedeutende Verdienste erworben, die im Ausland, bisher aber nicht in der Bundesrepublik angemessen gewürdigt worden sind“, erklärt Gesine Lötzsch, Mitglied im Bundestag für die Fraktion DIE LINKE, zur Unterzeichnung der entsprechenden Urkunde durch Bundespräsident Joachim Gauck. Lötzsch weiter:

„Beate Klarsfeld hat Großes bei der Aufklärung und Verfolgung von NS-Verbrechern geleistet. Sie und ihr Mann Serge haben ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um Mörder wie Kurt Lischka, Alois Brunner, Klaus Barbie und andere aufzuspüren und zu überführen. Die bundesdeutsche Justiz hatte bekanntlich kein großes Engagement an den Tag gelegt, um NS-Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen. Mit ihrer Stiftung der Söhne und Töchter deportierter und ermordeter Juden Frankreichs setzen sie sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Nachkommen ein.

Die Leistungen von Beate Klarsfeld wurden in den USA, Frankreich, Israel und anderen Ländern gewürdigt. Nun hat endlich auch die Bundesrepublik Deutschland ihr antifaschistisches Lebenswerk anerkannt.
Seit Jahren sind wir eng verbunden mit Beate Klarsfeld. Nicht zuletzt beim Lesen gegen das Vergessen auf dem Bebelplatz, an dem sie regelmäßig teilnimmt. Auch der gemeinsame Besuch mit Beate Klarsfeld und einer Gruppe Jugendlicher in Oradour im letzten Jahr war sehr bewegend. Diese Verbundenheit werden wir auch in Zukunft leben.“

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