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Endlich notwendige Ressourcen im Kampf gegen die Vogelgrippe zur Verfügung stellen

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Im Zusammenhang mit dem erstmaligen Auftreten der Vogelgrippe in Deutschland erklärt die agrar- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Kirsten Tackmann:

Trotz regelmäßiger Risikobewertungen zur Einschleppung der Vogelgrippe durch das Institut für Epidemiologie des Friedrich-Löffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) wird die Bundesregierung durch die aktuelle Entwicklung bei der Vogelgrippe kalt erwischt! Weitaus schneller und überraschender wurde nun auch in Deutschland das gefährliche H5N1-Virus gefunden.

Dabei bleiben Einschleppungsweg und Infektionsursachen bei den tot aufgefundenen Höckerschwänen auf der Insel Rügen völlig unklar. Die an der Vogelgrippe verendeten Vögel sind keine Zugvögel. Das Wissen über die Ausbreitung der Vogelgrippe in dem überwinternden Wildvogelbestand ist lückenhaft. Die bisherigen Maßnahmen des Monitorings im Wildvogelbestand erscheinen unzureichend. Wissenschaftlich begründete Handlungsszenarien zur Verhinderung einer Epidemie in den Geflügelbeständen und letztlich auch zur Verhinderung einer Pandemie sind nicht ausreichend. Die wissenschaftlichen Kapazitäten zur Schließung dieser Lücken ebenso. Lediglich die standardisierten Verfahren der Seuchenbekämpfung werden in Gang gesetzt.

In dieser Situation fordert DIE LINKE. die Bundesregierung auf, endlich die notwendigen Ressourcen in der epidemiologischen Forschung zur Verfügung zu stellen z.B. für Erhalt und notwendige Stellenausstattung des Instituts für Epidemiologie Wusterhausen (Land Brandenburg). Sie sollte endlich ernsthaft prüfen, ob ein epidemiologisches Zentrum, das in Wusterhausen in den Grundzügen bereits vorhanden ist, den Herausforderungen nicht besser gerecht würde.

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