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Endlagersuche muss transparent erfolgen

Pressemitteilung von Dorothée Menzner,

„Unbelehrbar, starrköpfig und verantwortungslos sind diejenigen, die weiterhin an Gorleben als Endlagerstandort festhalten. Das ist nicht nur teuer, sondern auch gefährlich. Ein neues transparentes Suchverfahren bedarf einer weißen Landkarte und keines Gorlebenfindungsgesetzes“, erklärt Dorothée Menzner, energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Treffen der Ländervertreter mit Umweltminister Röttgen zur Endlagersuche. Menzner weiter:

„Man möge sich doch einmal vorstellen, künftige Generationen träfen bei der Suche nach Erdgas plötzlich auf ein atomares Endlager aus grauer Vorzeit. Das würde eine Umweltkatastrophe auslösen. Das muss man bedenken, wenn man hochradioaktiven Müll über eine Rohstofflagerstätte kippt.
Dass in Gorleben inzwischen 1,6 Milliarden Euro verbaut wurden, ist überhaupt kein Argument für den Standort. Sowohl Energiekonzernen als auch den zuständigen Behörden ist seit Jahrzehnten bekannt, dass es Gasvorkommen in und unter dem Salzstock gibt. Spätestens seit dieser Kenntnis hätte man mit den Erkundungen aufhören müssen und ein neues Suchverfahren beginnen müssen, anstatt weiter Geld zu verschwenden.

DIE LINKE fordert, dass jetzt endlich mit aller demokratischer Transparenz und Mitbestimmung eine völlig neue Strategie entwickelt wird, in der auch unter ethischen Gesichtspunkten das Wie der Atommüllverwahrung erst einmal diskutiert wird. Das ist bislang noch nicht geschehen, aber möglicherweise für die nachfolgenden Generationen der wichtigste Aspekt, um auf heutige Fehler reagieren zu können. Denn Atommüll wird man nicht los, indem man ihn unter die Erde bringt, sondern erst dann, wenn er nach zigtausenden Jahren abgeklungen ist.“

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