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Ebola: Die Welt handelt und Deutschland prüft

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Endlich gibt es Anzeichen dafür, dass nach den dramatischen Appellen afrikanischer Staatschefs und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Weltgemeinschaft das tatsächliche Ausmaß der Ebola-Tragödie in Westafrika zu erkennen beginnt. Die Bundesregierung jedoch erteilt Prüfaufträge und bleibt seltsam zurückhaltend, als ob wir es mit einem gewöhnlichen humanitären Notfall zu tun hätten. Statt entschlossen zu handeln, verliert sie weiter wertvolle Zeit“, erklärt Niema Movassat, Entwicklungspolitiker der Fraktion DIE LINKE. Movassat weiter:

„Die private Bill&Melinda Gates Stiftung stellt allein 50 Millionen US-Dollar zur Verfügung, während sich die Bundesregierung dafür lobt, jetzt ihre finanziellen Hilfen auf zehn Millionen Euro aufgestockt zu haben. Gleichzeitig liefert Deutschland Waffen für 70 Millionen Euro in den Irak. Das zeigt mehr als deutlich die Prioritäten der Bundesregierung. Kuba schickt über 150 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger nach Westafrika. Die Bundesregierung will nun ein Feldlazarett ohne Personal schicken.

Es ist beschämend, was Deutschland als viertgrößte Wirtschaftsnation der Welt bezüglich der Ebola-Epidemie leistet. Die vielbeschworene gewachsene internationale Verantwortung Deutschlands gilt für Schwarz-Rot immer nur, wenn es um Waffenlieferungen und Militäreinsätze geht. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, ihrer humanitären internationalen Verantwortung endlich gerecht zu werden und sich finanziell und personell angemessen an der Bekämpfung der größten Ebola-Epidemie aller Zeiten zu beteiligen.“

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