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Dreizehn Jahre Bologna - kein Grund zum Feiern

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

"Dreizehn Jahre nach der Verabschiedung der Bologna-Reform sehe ich keinerlei Grund zum Feiern", erklärt Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die internationale Bologna-Konferenz, bei der auf europäischer Ebene über Veränderungen, Modifizierungen und Angleichungen des Bologna-Prozesses diskutiert wurde und die heute in Bukarest ihren Abschluss findet. "Während die Bologna-Minister zum wiederholten Male gut klingende Appelle nach einer guten Hochschulfinanzierung, einem Abbau der sozialen Hürden beim Hochschulzugang und nach einer Förderung der Mobilität unterzeichnen, sieht die Realität an den deutschen Hochschulen komplett anders aus. Die Hochschulen leiden seit Jahrzehnten an Unterfinanzierung, tausende von Studienberechtigen erhalten keinen Studienplatz, und die Mobilität der Studierenden stagniert seit über zehn Jahren." Nicole Gohlke weiter:

"Entgegen vollmundigen Versprechen von gestiegener Mobilität und Qualität haben Verschulung, ein viel zu hoher Arbeitsaufwand und ein enormer Prüfungsdruck an den Hochschulen Einzug gehalten. Dieser Zustand ist untragbar, wir brauchen endlich eine Reform, die diesen Namen auch verdient. Die Hochschule muss wieder ein Ort der kritischen und nachhaltigen Auseinandersetzung mit Inhalten werden, statt kurzfristiges Auswendiglernen einzufordern, um die Überlast an Prüfungen meistern zu können. Die Fraktion DIE LINKE fordert ein grundlegende Reform des Bologna-Prozesses, einen Masterplatz für jeden Bachelorabsolventen und 500.000 zusätzliche Studienplätze."

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