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DIE LINKE fordert Absage an die Atomforschung

Pressemitteilung von Hans-Kurt Hill,

„Das Verklappen hochradioaktiven Brennmaterials im Bergwerk Asse ist ein Skandal ungeheurer Tragweite. Das stellt die Frage der Räumung des unterirdischen Salzstocks völlig neu“, so Hans-Kurt Hill zu den neuen Erkenntnissen über das niedersächsischen Atommülllager. Der energiepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE erklärt weiter:

„Die Asse ist in keinem Fall für hochradioaktive Abfälle ausgelegt. Zu klären ist, wie Brennelemente ohne Kenntnis der verantwortlichen Behörden in Fässern verschwinden konnten.

DIE LINKE fordert zur Aufklärung eine Sondersitzung des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages. Atomkraft setzt offenbar erhebliche kriminelle Energie bei der Atomwirtschaft frei. Es muss geklärt werden, was der Öffentlichkeit noch verheimlicht wurde und wird. Der Vorfall muss auch Anlass sein, den Ausstieg aus der unbeherrschbaren Atomenergienutzung zu beschleunigen.

Klar ist auch: Die Atomforschung, wie sie bisher betrieben wurde, ist damit gescheitert. Das Atommülllager Asse ist nach 30 Jahren Endlagerforschung gefährlicher denn je. Die Verantwortlichen stehen vor einem radioaktiven Scherbenhaufen. DIE LINKE fordert Bundesforschungsministerin Annette Schwan auf, die für 2009 geplanten Haushaltsmittel für die Atomforschung in Höhe von rund 50 Millionen Euro auf Null zu setzen. Dem Betreiber ist die Betriebsgenehmigung zu entziehen. Das für die Anlage zuständige Helmholtz Zentrum München behauptet, Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle durchgeführt zu haben. Man fragt sich, was die Experten des Betreibers unter Billigung atomfreundlicher Politiker getrieben haben. Millionen Steuergelder sind im Salzstock verschwunden. Das Ergebnis ist Angst."

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