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Die Armee im Einsatz zerstört Familien

Pressemitteilung von Christine Buchholz,

„Der Umbau zu einer Armee im Einsatz ist mit dem Wunsch nach mehr Familienfreundlichkeit in der Bundeswehr nicht vereinbar“, kommentiert Christine Buchholz die aktuelle Debatte um die Vereinbarkeit von Familie und Soldatenberuf. Die Verteidigungspolitikerin der Bundestagsfraktion DIE LINKE weiter:

„Frau von der Leyen sorgt sich um die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr. Ich sorge mich um die Familien, die der Einsatzfähigkeit geopfert werden. Wir sehen mit Sorge, dass die Armee im internationalen Einsatz Familien zerstört. Das betrifft Familien in den Einsatzländern wie Afghanistan, aber auch Soldatenfamilien hier in Deutschland.

Dabei handelt es sich nicht nur um eine kleine Minderheit. Insgesamt waren seit 1996 mehr als 100.000 deutsche Soldaten im Auslandseinsatz. Diese Zahl will die Bundesregierung weiter steigern. Frau von der Leyen erweckt den Eindruck, als könnten sich die Soldaten nach vier Monaten im Auslandseinsatz 20 Monate im Dienst in der Kaserne davon erholen. Dies entspricht nicht der Realität. Die Einsatzzeiten sind häufig länger, die Einsatzfrequenzen häufig höher.

Soldatinnen und Soldaten können ihre Einsatzerfahrungen auch nicht einfach abschütteln, wenn Teilzeitmodelle und mehr Kitaplätze angeboten werden. Dies ist eine Illusion. Scheidungsraten bei Soldaten einzelner Einheiten von bis zu 80%, sowie die hohe Anzahl unerkannter und unbehandelter Belastungsstörungen infolge von Einsätzen sprechen eine andere Sprache.

Mehr Kita-Plätze für alle sind bezahlbar. Allein die 500 Millionen Euro, die für die Eurohawk-Drohne verpulvert wurden, entsprechen der Finanzierung von 12.000 Kita-Plätzen. Von einem flächendeckenden Kita-Ausbau würden auch Soldatinnen und Soldaten profitieren.“

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