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Deutschland muss AIDS-Impfstoffforschung stärker fördern

Pressemitteilung von Frank Spieth,

Zu den Vorschlägen der International AIDS Vaccine Initiative (iavi) erklärt Frank Spieth, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.:

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen weltweit liegt deutlich höher als die Zahl der Menschen, die Zugang zur HIV/AIDS-Therapie haben. Fehlende Mittel der oftmals armen Länder, fehlende Lizenzen zur Produktion der Wirkstoffe zur antiretroviralen Therapie und fehlende Infrastruktur, sind die Ursachen warum die Behandlung der Infizierten oft nicht durchgeführt werden kann.

Prävention und die Erforschung eines geeigneten Impfstoffes stellen die einzigen Möglichkeiten dar, um langfristig diese Epidemie zu stoppen. Deutschland muss sich an der internationalen Impfstoffforschung beteiligen. HIV/AIDS ist eine globale Bedrohung, die insbesondere die ärmsten Länder der Erde trifft.

Deutschland muss sich verpflichten, Innovationen zu fördern und Investitionen für bessere Instrumente im Kampf gegen Armutskrankheiten zu unterstützen. Dazu ist es notwendig, die internationale Vorabkaufverpflichtung für einen zu erforschenden Impfstoff abzugeben und damit die weitere Entwicklung voranzutreiben.

Die Finanzierung zur Erforschung und Entwicklung von AIDS-Impfstoffen ist aufzustocken, damit der Epidemie nachhaltig begegnet werden kann. Darüber hinaus müssen sich Deutschland und die wirtschaftsstarken Länder (G8) dazu verpflichten, Aufbauhilfe für die Staaten mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu leisten. Auch die Ausbildung und Infrastruktur für die nächste Forschergeneration muss gewährleistet werden. Die Kosten für den Impfstoff dürfen nicht einzelnen Ländern aufgebürdet, sondern sollten durch die Vereinten Nationen übernommen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel muss sich in der G8-Runde dafür stark machen, durch konkrete Verpflichtungen der Industrienationen den Ausbau der Forschungsvorhaben für einen AIDS-Impfstoff voranzutreiben.

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