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Der Bund muss seine soziale Verantwortung wahrnehmen und Telekomchef Obermann ablösen

Pressemitteilung von Klaus Ernst,

Als "unerträgliche Erpressung" bezeichnet der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE., Klaus Ernst, die jüngsten Drohungen des Telekom-Vorstands im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Ver.di. Ernst, der als Bevollmächtigter der IG Metall selbst an zahlreichen Arbeitskämpfen beteiligt war, fordert von der Bundesregierung ein Bekenntnis zur eigenen Verantwortung für die Konzernstrategie:

Herr Obermann hat jedes Maß verloren. Auf einen berechtigten und legalen Streik reagiert er mit Abmahnungen und nun auch noch mit zehntausendfach verschickten Kündigungsdrohungen. Der Bund hat als Großaktionär spätestens jetzt die Pflicht, sich in den Konflikt einzumischen. Es reicht nicht aus, ein schnelles Streik-Ende zu fordern. Die Beschäftigten brauchen ein klares Bekenntnis der Politik und starke Fürsprecher für ihre elementaren Rechte und Interessen.

Es ist doch verlogen, wenn die SPD Unterschriften für einen Mindestlohn von 7,50 Euro sammelt und ihre Minister in der Bundesregierung gleichzeitig nichts tun, um einen Konzernchef zu stoppen, der die zukünftigen Einstiegsgehälter bei der Telekom noch unter diesem Mindestlohn drücken will. Wo der Bund als Eigentümer auftritt, darf eine Einschüchterung der Beschäftigten mit Wildwestmethoden nicht geduldet werden.

Wenn der Konzern streikende Beschäftigte, die jahrelang alles für das Unternehmen gegeben haben, mit Drohbriefen von der Wahrnehmung ihres Streikrechts abhalten will, ist das auch ein politischer Skandal, der personelle Konsequenzen haben muss. Der Vorstandschef der Telekom, René Obermann ist aus meiner Sicht völlig ungeeignet, weiter Verantwortung an der Spitze der Telekom wahrzunehmen. Der Bund muss handeln und Obermann ablösen.

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