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Chaos um die Asse lehrt: Atomausstieg beschleunigen

Pressemitteilung von Hans-Kurt Hill,

„Der Statusbericht stellt den Asse-Betreibern ein desaströses Zeugnis aus: unsachgemäßer und nicht genehmigter Umgang mit radioaktiven Stoffen, keine Fachkunde im Atom- und Strahlenschutzrecht. Dem Betreiber, der Helmholtz-Gesellschaft München, muss umgehend die Betriebsgenehmigung entzogen werden“, so Hans-Kurt Hill zum heute veröffentlichten Statusbericht Asse. Der energiepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Der Statusbericht bestätigt größtenteils Altbekanntes: In der Asse herrscht ein Tohuwabohu. Atommüll wurde nach willkürlichem Gusto der Betreiber und möglicherweise mit Wissen der Aufsichtsbehörden rechtswidrig eingelagert. Das Forschungsbergwerk Asse wurde von Beginn an de facto als Endlager genutzt. Und dies obwohl die Undichtigkeit des Bergwerks schon seit 40 Jahren bekannt war. Es ist schon mehr als wunderlich, dass die Verantwortlichen im Bund und in Niedersachsen lediglich die Zuverlässigkeit des Betreibers infrage stellen. Hier war schlichtweg kriminelle Energie im Spiel.

Die unfassbaren Vorgänge in der Asse sind symptomatisch für die mangelhafte Kontrolle und das vorsätzliche Zurückhalten von Informationen in der Atomwirtschaft. Hieraus lässt sich nur eine Lehre ziehen: Der schnellstmögliche Ausstieg aus der unbeherrschbaren Atomenergienutzung.“

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