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Bundesregierung hat keine Daten für naturnahe Waldwirtschaft

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Um den Wald naturnah zu bewirtschaften, müssen wir wissen, wie es ihm geht. Doch die Bundesregierung hat auch bei diesem Thema keine Ahnung. Das schadet der Vielfalt in den Wäldern“, kommentiert die forstpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Kirsten Tackmann, anlässlich der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN (16/10134) zum „Flächenanteil der Wälder mit natürlicher Waldentwicklung“. Tackmann weiter:

„Die Bundesregierung gibt in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der LINKEN offen zu, dass sie wichtige Fragen nicht beantworten kann. Wie viel Wald sich in Deutschland ohne Nutzung entwickelt, bleibt weiter unklar. Ob die heute in Europa wachsende Douglasie mit der voreiszeitlichen verwandt, also heimisch ist, weiß angeblich niemand aus dem Hause Seehofer. Wer seine Waldpolitik auf so viele Wissenslücken aufbaut, kann nicht von Nachhaltigkeit sprechen. Trotzdem finden sich in der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung viele forstpolitische Ziele. Diese entbehren anscheinend einer verlässlichen Datengrundlage. Das ist schlecht für den Wald.

DIE LINKE tritt für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder ein. Daher fordern wir in unserem Antrag 16/9075 die Überarbeitung des Bundeswaldgesetzes. In der dritten Bundeswaldinventur (2011-2012) sollten die Kriterien einer naturnahen Waldbewirtschaftung und die Anliegen des Naturschutzes eine größere Rolle spielen.“

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