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Bologna-Prozess braucht neue Grundlage

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

„Nur ein bisschen zu reformieren wird die massiven Probleme an den Hochschulen nicht lösen. Der Bologna-Prozess braucht eine neue Grundlage“, so Nele Hirsch zum heutigen Bildungsgespräch bei Ministerin Annette Schavan. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„DIE LINKE fordert, dass der UN-Sozialpakt zur Grundlage des Bologna-Prozesses wird. Mit diesem Pakt haben sich alle Unterzeichnerstaaten auf die Abschaffung von Studiengebühren verständigt. Solange dieses Versprechen immer wieder gebrochen wird, ist ein sozialer europäischer Hochschulraum nicht möglich.

Bei der Umsetzung der Bologna-Ziele in Deutschland muss die bildungspolitische Kleinstaaterei zurückgedrängt und mehr Geld für die Hochschulen bereitgestellt werden. DIE LINKE setzt sich für einen Nationalen Bildungspakt ein, mit dem festgelegt wird, dass die öffentlichen Bildungsausgaben mindestens 7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes umfassen. Zurzeit sind die Hochschulen chronisch unterfinanziert. Ein qualifiziertes Studium liegt angesichts überfüllter Hörsäle, Seminarsperren und schlechter Ausstattung in weiter Ferne.

Darüber hinaus muss auch Ministerin Schavan endlich einsehen, dass eine Umsetzung des Bologna-Prozesses ohne grundlegende Beteiligung der Studierenden von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist. So hat die bisherige Umsetzung des Bologna-Prozesses sogar innerhalb von Deutschland zu weniger Mobilität geführt, anstatt europaweit zu mehr Mobilität beizutragen. Damit muss Schluss sein.“

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