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Bildungsrepublik in weiter Ferne

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

„Die an sich gute Nachricht, dass die Ausgaben für Bildung steigen, ist leider kein Grund zum Feiern: Gemessen an der wirtschaftlichen Entwicklung bleiben die Ausgaben für Bildung gerade mal konstant. Der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt liegt seit Jahren bei 4,1 Prozent. Vom Aufbruch in eine Bildungsrepublik kann also keine Rede sein“, erklärt Nicole Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum heute veröffentlichten Bildungsfinanzbericht 2011. „Wer die Situation an den Schulen und Hochschulen kennt, weiß, dass die Bildungsausgaben weit hinter dem Bedarf zurückbleiben.“ Gohlke weiter:

„An den Hochschulen ist die Zahl der Studierenden in diesem Jahr auf 2,4 Millionen angestiegen – so viele wie noch nie zuvor. Doch die öffentlichen Ausgaben halten mit dem Ansturm von Bewerberinnen und Bewerbern in keiner Weise Schritt. Bis zum Jahr 2015 werden 500.000 neue Studienplätze gebraucht, deren Finanzierung weiterhin in den Sternen steht. Immer mehr Menschen stehen an den Hochschulen vor verschlossenen Türen. Solange dies so ist, sollte die Bundesregierung lieber ihre Hausaufgaben machen statt die Sektkorken knallen zu lassen.“

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