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Bafög reformieren, Studierende besser unterstützen

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

 

 

„Bildungsministerin Karliczek beweist mit ihrem Vorstoß leider nur sehr späte Erkenntnis. Schon seit Jahren fordert DIE LINKE immer wieder die komplette Aufhebung der Altersgrenzen beim BAföG und die Abschaffung der starren Knüpfung an die Regelstudienzeit. Die Reformvorschläge der Bundesregierung gehen auch nicht weit genug. Es braucht ein rückzahlungsfreies und bedarfsgerechtes BAföG, das tatsächlich an die oft hohen Mieten in den Universitätsstädten und die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst ist. Karliczek muss das BAföG grundlegend anfassen und reformieren. Denn aktuell erhalten überhaupt nur noch elf Prozent der Studierenden die Förderung, nur acht Prozent den Höchstsatz. Karliczek muss handeln“, erklärt Nicole Gohlke, Sprecherin für Hochschul- und Wissenschaftspolitik der Fraktion DIE LINKE. Gohlke weiter:

 

„Völlig unverständlich ist, weshalb die Bundesregierung ihre minimalen Verbesserungen noch auf die kommende Wahlperiode aufschiebt. Gerade in der Corona-Pandemie hätte das BAföG geöffnet und grundlegend reformiert werden müssen, um mehr Studierende zu unterstützen. Stattdessen wurden Studierende mit Überbrückungshilfen abgespeist oder dazu gezwungen, privat Kredite aufzunehmen. Ein Drittel der Anträge auf Überbrückungshilfen wurden sogar abgelehnt. Für viele Studierende ist eine Kreditaufnahme der Einstieg in die Schuldenfalle. Um das zu verhindern, muss das BAföG zu einem bedarfsgerechten und krisensicheren Instrument weiterentwickelt werden."

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