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Ausbildungspakt ist der falsche Weg

Pressemitteilung von Agnes Alpers,

"Mit dem Ausbildungspakt kaschiert die Bundesregierung die bittere Wahrheit, dass sie es nicht geschafft hat, die Situation auf dem Ausbildungsmarkt grundlegend zu verbessern", so Agnes Alpers, Sprecherin für berufliche Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Präsentation der Ausbildungspaktbilanz. "Von Trendwende und Stellenaufwuchs, wie von der Regierung propagiert, kann nun wirklich keine Rede sein." Alpers weiter:

"Tatsache ist: In den letzten acht Jahren ist die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen nur unmerklich gestiegen. Dass die Zahl an unvermittelten Bewerbern dennoch zurückging, liegt allein an der massiven Ausweitung von staatlich geförderten Qualifizierungsangeboten, die zu keinem Abschluss führen. Dort werden jährlich hunderttausende Jugendliche 'geparkt' und verschwinden so aus der Statistik.

Tatsache ist auch: Der Ausbildungsmarkt behält seinen ausgrenzenden Charakter. Leistungsschwächere und Jugendliche mit Migrationshintergrund haben weiterhin schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Zudem hat die Zahl der weiblichen Auszubildenden abgenommen. Und die 1,5 Millionen jungen Menschen ohne Berufsabschluss hat die Bundesregierung ohnehin aufgegeben. Die Paktbemühungen sind eindeutig gescheitert. Der Ausbildungspakt ist der falsche Weg.

DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, diese Tatsachen anzuerkennen, mit verbindlichen Regelungen darauf zu reagieren und endlich ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen zu garantieren."

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