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Ausbildungsmisere: Rechte der Jugendlichen nicht mit Füßen treten

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Zum heutigen „Tag der Ausbildung“ erklärt Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.:

Der heutige Tag der Ausbildung ist nur ein mehr als halbherziger Versuch, die Ausbildungsmisere zu lösen. Allein mit Appellen und Einzelaktionen dieser Art ist den Tausenden von Jugendlichen, die eine Lehrstelle suchen, nicht geholfen. Die am Wochenende veröffentlichten Statistiken über die erschreckend hohe Zahl der Altbewerber auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist ein untrüglicher Beweis für das Scheitern dieser Politik.

Anstatt den „Tag der Ausbildung“ hoch zu loben, muss die Bundesregierung endlich wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbildungsmisere auf dem Weg bringen. Es ist nicht hinnehmbar, dass das Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen Jahr für Jahr zurückgeht, weil sich die Unternehmen aus ihrer Verantwortung für die berufliche Bildung stehlen. DIE LINKE. fordert eine gesetzliche Ausbildungsumlage: Wer nicht ausbildet, muss zahlen.

Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist viel zu gering. Anstatt Jugendlichen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, werden sie in perspektivlose Warteschleifen verschoben. Auf diese Weise trägt die Bundesregierung die Probleme auf dem Ausbildungsstellenmarkt auf dem Rücken der Jugendlichen aus und verschärft sie mit jedem Jahr weiter. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat jeder Jugendliche das Recht auf einen Ausbildungsplatz. Dieses Recht wird von der Bundesregierung schon seit Jahren missachtet.

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