Zum Hauptinhalt springen

Ausbildungsinteressierte und Azubis endlich unterstützen

Pressemitteilung von Rosemarie Hein,

"Die Probleme in der beruflichen Ausbildung sind gravierend und altbekannt. Trotz vollmundiger Ankündigungen hat sich die Bundesregierung in der Rolle einer Beobachterin eingerichtet. Es fehlt ihr an ernsthaftem Problembewusstsein. Sowohl Ausbildungsinteressierte als auch Azubis müssen die Zeche dafür zahlen", erklärt Rosemarie Hein anlässlich der Veröffentlichung des DGB-Ausbildungsreports. Die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für allgemeine und berufliche Bildung weiter:

"Die Ergebnisse des Reports sind bedenklich: Mehr als ein Drittel aller Ausbildungsinteressierten findet keine Stelle, die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken, fast jeder vierte Ausbildungsvertrag wird aufgelöst, es mangelt allzu oft an Qualität der Ausbildung bis hin zu zahlreichen Verstößen gegen Arbeitsschutzgesetze, die Kontrollen sind unzureichend. Über die Hälfte der Azubis kann von der Ausbildungsvergütung allein nicht leben, ist auf Hilfe angewiesen oder muss neben der Ausbildung jobben. Worauf wartet die Bundesregierung eigentlich noch?

Trotz Förderung ziehen sich kleinere und kleinste Betriebe mehr und mehr aus der Ausbildung zurück. Eine Ausbildung ist für sie oftmals zu aufwendig und kostspielig. Hier muss die Bundesregierung einen Schwerpunkt setzen und ihre Förderinstrumente überprüfen.

DIE LINKE fordert eine Umlagefinanzierung, um die Kosten der Ausbildung gerecht auf alle Schultern zu verteilen. Um die Qualität der Ausbildung zu verbessern, brauchen wir häufigere und effizientere Kontrollen in den Betrieben und eine deutlich bessere Förderung der Berufsschulen. Jeder Azubi muss von seiner Ausbildungsvergütung leben können. Deshalb schlagen wir eine Mindestausbildungsvergütung vor. Daneben fordern wir einen Rechtsanspruch auf eine Ausbildung."

Auch interessant