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Ausbildung muss krisenfest sein

Pressemitteilung von Birke Bull-Bischoff,

„Wenn wir die Berufsausbildung jetzt nicht krisenfest ausgestalten, verschärft sich die soziale Spaltung. Vor Ausbruch von COVID-19 waren schon über zwei Millionen junge Menschen unter 35 Jahren ausbildungslos und dadurch von prekären Arbeitsbedingungen oder Arbeitslosigkeit bedroht. Politik und Wirtschaft sind aufgefordert, jetzt alles daranzusetzen, den jungen Menschen Perspektiven zu ermöglichen“, erklärt Birke Bull-Bischoff mit Blick auf den aktuellen Berufsbildungsbericht. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Es wird deutlich, dass die Corona-Krise auf bereits lang bestehende massive Probleme des Ausbildungsmarktes trifft und hier wie ein Brandbeschleuniger zu wirken droht. Nur noch jeder fünfte Betrieb hat vor der Krise ausgebildet. Die Auswirkungen der Corona-Krise werden diesen Umstand verschärfen. Es wäre unverantwortlich, die jungen Menschen in der Krise und danach alleine zu lassen und damit ihre Chancen auf gute Arbeit durch gute Ausbildung zu verbauen. Das heißt: Wir brauchen dringend eine Umstellung der Infrastruktur – digital, in der Ausstattung und in der Beratung sowie beim Ausbau von Verbundstrukturen. Um in Regionen mit angespanntem Ausbildungsmarkt außerbetriebliche Ausbildung in den kommenden zwei Jahren zu fördern, braucht es einen zeitlich befristeten Ausbildungsbonus für Betriebe, die Auszubildende und ausbildungsintegriert dual Studierende aus insolventen Betrieben übernehmen und ihnen die Fortführung und den Abschluss ihrer Ausbildung ermöglichen. Durch die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage könnten ausbildende Betriebe in Notlage unterstützt werden, damit sie weiterhin ausbilden können. Hart erkämpfte Schutzrechte für Auszubildende dürfen auch in Krisenzeiten nicht abgebaut werden.“

 

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