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Ausbildung: Allen Jugendlichen eine Chance geben

Pressemitteilung von Rosemarie Hein,

 

„Wir brauchen ein Umdenken bei den Unternehmen sowie einen Ausbau der Unterstützungssysteme für Jugendliche und auch für die Ausbildungsbetriebe. Noch zu wenige Unternehmen, die ausbilden, lassen sich auf Jugendliche mit schlechteren Startchancen ein und verbauen sich damit ihren potenziellen Fachkräftenachwuchs“, erklärt Rosemarie Hein mit Blick auf die aktuellen Ergebnisse der DIHK-Ausbildungsumfrage 2017. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Wenn es so viele unbesetzte Ausbildungsplätze gibt, sind vor allem die Unternehmen gefragt. Sie sollten die bereits vorhandenen Unterstützungen und Instrumente, wie zum Beispiel die assistierte Ausbildung, stärker nutzen, um auch Jugendlichen, die keinen so guten Schulabschluss vorweisen können, eine Chance zu geben. Das Klagelied der Unternehmen ist angesichts der etwa 80.000 jungen Menschen ohne einen Ausbildungsplatz sowie weiteren 298.000 Menschen im sogenannten Übergangssystem nicht mehr nachvollziehbar. Mehr als ein Dreiviertel von ihnen hat einen Schulabschluss.

Das Argument der 'Passungsprobleme', das die Bundesregierung gern in der Debatte anführt, verschleiert nur die eigentlichen Probleme: Die derzeit bundesweit existierenden 329 Programme, die Menschen bei der beruflichen Bildung unterstützen sollen, haben eine begrenzte Wirkung. Hier muss dringend eine Überprüfung erfolgen. Hinzu kommen fehlende Attraktivität mancher Berufsfelder und mangelnde Ausbildungsqualität, falsche Erwartungs- und Anforderungshaltungen bei vielen Unternehmen und auch bei den Jugendlichen.

Darüber hinaus brauchen wir endlich einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Ausbildungsplatz sowie die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes für eine bessere Ausbildungsqualität, die Stärkung der Berufsschulen und mehr Rechtssicherheit für Azubis, damit weder Jugendliche noch Ausbildungsbetriebe auf der Strecke bleiben.“

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