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Arm mit BAföG

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

„Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt, aber viele Studierende müssen hier in Armut leben. Das BAföG reicht momentan nicht zum Leben und erst recht nicht zum Studieren“, kommentiert Nicole Gohlke die aktuelle Studie des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (FiBS) mit dem Titel „Ermittlung der Lebenshaltungskosten von Studierenden“. Die wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„15 Prozent der Studierenden leben in verdeckter Armut. Um die teilweise horrenden Mieten bezahlen zu können, sparen viele Studierende beim Essen. Über 100 Euro fehlen BAföG-Beziehenden monatlich, um über die Runden zu kommen. Explodierende Mieten und die schlechte Versorgung mit Wohnheimen sind eine existenzielle Bedrohung für Studierende.

Die Bundesregierung versagt vollständig bei der sozialen Förderung der Jugend. Union und SPD nehmen die Verarmung von Studierenden in Kauf, um Haushalte zu konsolidieren und internationale Konkurrenzfähigkeit auszubauen. Von geplanten Steuergeschenken haben Studierende überhaupt nichts.

Eine echte BAföG-Reform ist dringend angezeigt: DIE LINKE fordert die umgehende Erhöhung der Bedarfssätze um zehn Prozent. Die Mietpauschale ist an die tatsächlichen Mietkosten anzupassen. Außerdem müssen Kosten für studienspezifische Bedarfe wie Mobilität, Arbeitsmittel, Kommunikation einberechnet werden. Die Elternfreibeträge müssen sofort um zehn Prozent angehoben werden, um den Kreis der BAföG-Beziehenden spürbar auszuweiten. Damit Studierende sich nicht verschulden, muss das BAföG außerdem in einen Vollzuschuss umgewandelt werden.“