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Alternativen zum Flugverkehr müssen gestärkt werden

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

„Flugreisen schaden dem Weltklima wie kein anderes Fortbewegungsmittel. Daher muss Bahnfahren deutlich attraktiver gemacht werden. Nur mehr Bahn und Schienen helfen dem Klima. Milliarden von Steuergeldern in den Ausbau von Flughäfen wie in Berlin und München zu pumpen ist der falsche Weg“, kommentiert Eva Bulling-Schröter, energie- und klimapolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE den Klima-Index 2014 der Organisation Atmosfair, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Danach haben die CO2-Emissionen pro Fluggast zwar abgenommen, die rasante Zunahme des Flugverkehrs hat aber insgesamt zu mehr Treibhausgasen geführt. Bulling-Schröter weiter:

„Besonders gestärkt werden müssen Alternativen zu Kurzstreckenflügen. Der innerdeutsche und der innereuropäische Flugverkehr ist so weit wie möglich auf die Schiene zu verlagern. Erste Schritte sind die Einführung einer EU-weit einheitlichen Kerosinsteuer und eine internationale Flugticketabgabe, die weiter angehoben werden muss. Außerdem muss die Mehrwertsteuerbefreiung von Auslandsflügen endlich abgeschafft werden. Die Stärkung umweltfreundlicher Verkehrsträger und -konzepte erfordert eine dauerhafte Aufstockung der Investitionsmittel für die Schiene und der Regionalisierungsmittel.

Wo mehr Geld in den Ausbau des Flugverkehrs investiert wird, fehlen Mittel zur Stärkung des Schienenverkehrs, die klimafreundlichste Art des Reisens. Der Flughafen Berlin-Brandenburg und der Ausbau der dritten Startbahn in München sind nicht nur Milliardengräber, sondern auch ein direkter Angriff auf den Klimaschutz. Die Subventionierung von Flughäfen muss beendet werden. Außerdem fordert DIE LINKE die Einführung eines bundesweiten Nachtflugverbots, das im Bundesluftverkehrsgesetz verankert werden muss. Dass auch der Deutsche Bundestag ab 2015 den CO2-Ausstoß bei Mandats- und Dienstreisen kompensieren will, ist längst überfällig. Reisen innerhalb der EU davon auszuschließen, weil dieser in den EU-Emissionshandel einbezogen ist, wäre eine falsche Entscheidung.“