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Aigner macht den Bock zum Gärtner

Pressemitteilung von Karin Binder,

"Statt die Ursachen der Lebensmittel-Vernichtung anzugehen, sucht Ministerin Aigner die Schuld wieder einmal bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Der Hauptgrund für die Verschwendung von Lebensmitteln ist der ruinöse Wettbewerb in der Lebensmittelbranche. Hersteller und Handel entwerten unsere Lebensmittel durch Niedrigstpreise, aggressive Werbung und Waren im 'XL-Format'. Verbraucherinnen und Verbraucher werden gezielt zu unnötigen Käufen verleitet“, so Karin Binder, Verbraucherpolitikerin der Fraktion DIE LINKE, zur Studie über Lebensmittelverschwendung in Deutschland, die Verbraucherministerin Ilse Aigner heute in Berlin vorgestellt hat. Binder weiter:

„Auch gute Verbraucherschulung ist gefragt. Statt Schleichwerbung der Lebensmittelindustrie in Kindergärten und Schulen aus dem Bundeshaushalt zu fördern, sollte kritischer Konsum auf dem Lehrplan stehen. Mars & Co. müssen Schulverbot erhalten.

Erzeuger, Verarbeiter und Handel müssen verpflichtet werden, die Verschwendung von Lebensmitteln zu stoppen. Dazu ist jährlich eine Stoffbilanz zu veröffentlichen und darzulegen, wie sie - vom Acker bis zum Teller - das Wegwerfen vermeiden wollen. Eine Halbierung der Menge an Lebensmittel-Müll bis 2020 ist verpflichtend festzuschreiben. Zudem müssen die Erzeugungs- und Verarbeitungsbedingungen von Lebensmitteln vollständig offengelegt werden. Essen ist kein Betriebsgeheimnis. Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Verbraucherschutzorganisationen müssen ungehindert Auskunft gegenüber Unternehmen erhalten."

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