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Afghanistan braucht keine deutschen Kampftruppen, sondern zivile Aufbauhilfe

Pressemitteilung von Paul Schäfer,

„Afghanistan braucht keine weiteren Kampftruppen, sondern einen schnellen Abzug, der durch Friedensgespräche, Waffenstillstandsvereinbarungen und effektivere zivile Aufbauhilfe flankiert werden muss“, kritisiert Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, den Vorschlag des Bundeswehrverbands, auch nach 2014 Kampftruppen in Afghanistan zu stationieren. Schäfer weiter:

„Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, wirft der Bundesregierung vor, die Realität des Krieges in Afghanistan zu verdrängen, verschließt aber selber die Augen davor, dass der Militäreinsatz der NATO und der Bundesregierung gescheitert ist. Das ist die Realität.Mit der Stationierung von Kampftruppen nach 2014 zieht Kirsch angesichts der schwierigen Lage in Afghanistan die falschen Schlussfolgerungen. Afghanistan ist nicht geholfen, wenn Deutschland und die NATO einfach die Augen verschließen und nur versuchen, einen gesichtswahrenden Abzug hinzubekommen. Reanimierte Kampfeinsätze werden nur zur Verschlimmbesserung der Situation führen. Afghanistan braucht eine aktive deutsche und internationale Friedensstrategie, die vor allem aus der Unterstützung von Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien besteht.“

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