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9 Gewerkschafterstimmen für Rente mit 67 aus SPD-Fraktion

Pressemitteilung von Klaus Ernst,

Von 15 Mitgliedern der SPD-Fraktion, die vor oder neben ihrem Mandat hauptamtlich in den Gewerkschaften tätig waren bzw. sind, haben 9 der Erhöhung des Renteneintrittsalters zugestimmt. Dazu erklärt Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. und 1. Bevollmächtigter der IG Metall in Schweinfurt:

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Fast zwei Drittel der früheren oder aktuellen hauptamtlichen Gewerkschafter/innen in der SPD-Fraktion haben der Rente mit 67 zugestimmt. Das ist ein Schlag mitten ins Gesicht der Millionen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter. Während am Freitag Tausende Kolleginnen und Kollegen vor dem Reichstag aus guten Gründen gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters demonstriert haben, stimmten im Plenum Walter Riester, Franz Thönnes, Gerd Andres, Klaus Brandner, Karin Roth, Doris Barnet, Kurt Bodewig, Ute Kumpf, Jörg Tauss, die aus Gewerkschaftsbeiträgen zum Teil bis heute bezahlt werden, diesem Rentenraub zu. Sie haben das, was man einst Arbeiterehre nannte, mit Füßen getreten.

Die ganze Art und Weise, wie in der SPD-Fraktion die Rente mit 67 durchgedrückt wurde, zeigt zudem, dass die Linke in der SPD völlig marginalisiert ist. Nicht einmal eine Prüfung vor dem Beginn der Erhöhung des Renteneintrittsalters an hand der realen Arbeitsmarktlage konnte die Linke durchsetzen. Ganze elf Gegenstimmen aus der SPD belegen: die aktuelle Sozialdemokratie vertritt Arbeitnehmerinteressen nicht mehr.

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