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40.000 zusätzliche Studienplätze sind mangelhaft

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Nicht kleckern, sondern klotzen, so Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. zum Hochschulpakt

„Zukunftsfähige Hochschulpolitik geht anders“, so Nele Hirsch, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., zum zwischen Bund und Ländern vereinbarten Hochschulpakt, dem zufolge bis zum Jahr 2020 zusätzlich 40.000 Studienplätze geschaffen werden sollen. „Dieser Hochschulpakt geht vollkommen an der Realität vorbei.“ Mit lediglich 40.000 Studienplätzen verabschiede sich Bund und Lände von ihrem Ziel einer höheren Studierendenquote.

Schon heute hinke Deutschland mit minus 16 Prozent dem OECD-Durchschnitt von 53 Prozent Studierendenanteil hinterher. In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich Union und SPD im letzten Jahr noch darauf verständigt, die Studierendenquote von derzeit 36 Prozent auf mindestens 40 Prozent zu erhöhen.

Kritisiert wird von Hirsch auch die bereitgestellte Summe von etwa 600 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre. „Bildungsministerin Schavan legt offensichtlich die derzeit durchschnittlich pro Studienplatz aufgebrachten Gelder zugrunde. Dabei blendet sie die chronische Unterfinanzierung an den Hochschulen aus.“ Wenn die Aufwendungen von Bund und Ländern pro Studienplatz nicht steigen, werde sich am Ausfall von Lehrveranstaltungen, überfüllten Seminaren, schlechter Betreuungsrelation und mangelhafter Ausstattung in den Bibliotheken auch zukünftig nichts ändern.

"Wenn in der Hochschulpolitik nur gekleckert wird, darf sich niemand wundern, wenn im internationalen Vergleich nicht geklotzt werden kann“, unterstreicht Hirsch die Forderung der Fraktion DIE LINKE. nach einer zukunftsfähigen Hochschulpolitik.

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