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Kraftwerke ohne Klimaschutz

Positionspapier,

Die Nutzung elektrischer Energie trägt in erheblichem Maß zum Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) in Deutschland bei. Eine Reduzierung des Stromverbrauchs sowie eine weitere Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromproduktion könnten dies ändern.

Die Pläne der Energiewirtschaft zum Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland

Die Nutzung elektrischer Energie trägt in erheblichem Maß zum Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) in Deutschland bei. Eine Reduzierung des Stromverbrauchs sowie eine weitere Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromproduktion könnten dies ändern.

Doch zurzeit sind Investitionsvorhaben in Planung, die in großem Stil Stein- und Braunkohle als Brennstoff vorsehen - eine besonders klimaschädliche Variante der Stromerzeugung. Bei verschiedenen Energiekonzernen sind insgesamt 67 neue fossile Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt rund 57.000 Megawatt in Planung, das entspricht etwa der Hälfte der jetzigen Leistung des Kraftwerksparks von 120.000 Megawatt.

Laut einer Liste der Bundesnetzagentur und anderer Quellen sind drei Viertel der geplanten Kapazitäten Kohlekraftwerke: 6 Braunkohlekraftwerke mit einer Leistung von gut 4.000 Megawatt und 39 Steinkohlekraftwerke mit knapp 40.000 Megawatt. Das größte neue Braunkohlekraftwerk wird von RWE in Neurath bereits gebaut. Es hat eine Leistung von 2.100 Megawatt und wird jedes Jahr 14 Millionen Tonnen CO2 emittieren.

Die große Zahl an geplanten Steinkohlekraftwerken entspricht dem anderthalbfachen der Kapazität bestehender Steinkohlekraftwerke. Das würde für die nächsten 40 Jahre die Produktion von mehr Steinkohle-Strom zur Folge haben. Der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 würde über das Niveau von 1990 steigen und Deutschland beim Klimaschutz weit zurück fallen.

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