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Was war da los, Jan van Aken?

Im Wortlaut von Jan van Aken,

Das Bild zeigt die ganze Verlogenheit der deutschen Rüstungsexporte: Sie verkaufen Tötungsinstrumente, versuchen aber, sich als die Gutmenschen zu präsentieren. Ein deutsches Militärflugzeug, auf einer Waffenmesse in Abu Dhabi zum Verkauf angeboten – aber ganz verschämt mit niedlichen weißen UN-Fahrzeugen garniert. Foto: Jan van Aken

 

Von Jan van Aken, außenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

"Ich war Anfang der Woche auf der IDEX, einer der größten Waffenmessen der Welt. Wo man auch hinschaut: Überall deutsche Waffen. Deutsche Rüstungsfirmen haben hier mit die größte Ausstellungsfläche, sie haben fast alles im Angebot: Panzer, Gewehre, Raketen, Flugzeuge, U-Boote, Handgranaten, Munition, Tränengas, Schallkanonen... Selbst Audi hat hier einen Stand, verkauft gepanzerte Luxuslimousinen. Mercedes Benz sowieso.

Und selbst da, wo nicht Deutschland drauf steht, ist oft auch Deutschland drin. Am pakistanischen Stand: ein Nachbau des deutschen Sturmgewehres G3. Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate präsentiert hier stolz einen Fuchs-Panzer, made in Germany. Gepanzerte Fahrzeuge aus Saudi Arabien mit UNIMOG-Fahrgestell. Unter einer südafrikanischen Drohne eine ZEISS-Kamera. Und natürlich die saudischen G36-Sturmgewehre.

Auch im whitewashing sind die Deutschen ganz vorne mit dabei. Nicht nur bei EADS und ihrem militärischen Airbus mit den UN-Fahrzeugen. Krauss Maffei präsentiert neben dem Leo ein Sanitätsfahrzeug. Alles nur humanitäre Hilfe. Nur der Sudan ist da noch offensiver und bewirbt das Sturmgewehr mit einer Friedenstaube. Kein Witz. „Working for Global Peace and Security“ steht drunter."

linksfraktion.de, 21. Februar 2013

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