Skip to main content

Unterstützung für die Beschäftigten im Handel

Nachricht von Klaus Ernst, Jutta Krellmann, Sabine Zimmermann,

Jutta Krellmann verteilt vor der H&M-Filiale in der Berliner Friedrichstraße Informationen zum Streik der Beschäftigten an eine Passantin.

 

 

Heute Vormittag standen Jutta Krellmann, Sabine Zimmermann und Klaus Ernst zusammen mit dem Parteivorsitzenden Bernd Riexinger vor der H&M-Filiale in der Friedrichstraße in Berlin, um bei einer Streikaktion der Beschäftigten und der Gewerkschaft ver.di am „großen Designertag“ Solidarität zu zeigen.

Groß angekündigt war dieser Tag von H&M, an dem von berühmten Designern entworfene Mode in ausgesuchten Filialen verkauft werden sollte. Der krasse Gegensatz zur Designermode bilden die Verkäuferinnen und Verkäufer, deren Tarifvertrag im Einzelhandel einseitig vom Arbeitgeber Anfang des Jahres aufgekündigt wurde. Mutig legten die Beschäftigten der H&M-Filiale aus dem laufenden Verkauf die Arbeit nieder, um sich dagegen zu wehren. Denn für sie und Millionen andere Beschäftigte im Handel hätte das dramatische Folgen. Die Arbeitgeber wollen Niedriglohngruppen ohne Spät- und Nachtzuschläge einführen, Flexibilisierung der Arbeitszeit ohne Rücksicht auf Familien durchdrücken, Kassiererinnen und Kassierern 4 Prozent weniger Lohn und 24 Jahre nach dem Mauerfall immer noch nach Ost und West unterschiedliche Löhne zahlen.

Jutta Krellmann freute sich über die große Beteiligung unter den Beschäftigten: „Es war Klasse, dass auch die Beschäftigten einer anderen Filiale geschlossen dazu gekommen sind und konkret Solidarität gezeigt haben. Nur so kann es gehen!“ Sabine Zimmermann machte deutlich, dass DIE LINKE in dem Tarifkonflikt die Beschäftigten unterstützt: „Prekäre Beschäftigung muss zurückgedrängt werden. Wir brauchen bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Dafür steht auch die heutige Streikaktion.“ Klaus Ernst sagte zu den Beschäftigten: „Es erfordert Mut aufzustehen, ein Zeichen zu setzen, dass man sich nicht alles gefallen lässt, sondern für seine Rechte kämpft.“ Mit dem kommenden Weihnachtsgeschäft haben die Beschäftigten im Handel mit dem Streik ein starkes Druckmittel. DIE LINKE wird sie unterstützen.

linksfraktion.de, 14. November 2013

Auch interessant