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Talk, Debatte, Künstlertreff – Friedensfest in Strausberg

Im Wortlaut von Dagmar Enkelmann,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.

Dagmar Enkelmann (re.) mit der Künstlerin Aurora Lacasa auf dem Strausberger Friedensfest

 

Zum Auftakt des 20. Friedensfestes in Strausberg erlebten Gäste und Teilnehmer den weltmeisterlichen Fanfarenzug. Dessen erster Auftritt nach dem erneuten Titelgewinn bei der WM der Spielmannszüge und Musikformationen war - trotz der Probenpause im Sommer - ein gelungener.

 

Zum 20. Fest konnte Bernd Sachse, DIE LINKE-Kreisvorsitzender in Märkisch-Oderland, eine große Gästeschar begrüßen. Ich freue mich, dass ich wieder einmal zur Schar der Gratulanten gehören durfte. Anwesend waren auch Landrat Gernot Schmidt, die Bürgermeisterin der Stadt Elke Stadeler sowie viele Künstler und Politiker.

 

Viele Veranstaltungen auf dem Fest waren erfreulich gut besucht, so etwa als es um das Thema ging: "Mit zivilem Ungehorsam die Demokratie verteidigen?". Für mich ist das nicht nur ein Thema für Jugendliche - ich nahm kürzlich selbst an Sitzblockaden gegen Neonazis in Bernau und Strausberg teil.

 

Eine besondere Ehre war es dann für mich, Elfriede Brüning bei ihrer Lesung zu begleiten. Die Schriftstellerin wird im November 100 Jahre alt und ließ es sich nicht nehmen, zum 20. Friedensfest eine Lesung zu halten.

 

Krönender Abschluss des Friedensfestages war für mich ein Talk mit Aurora Lacasa, die mit ihrer Band am Abend im "Kuhstall" auftrat. Beim lockeren Gespräch gab die Künstlerin bereitwillig Auskunft über ihre Motive, Mitte der 90er Jahre, nachdem sie mehrere Jahre in Spanien gelebt hatte,  doch wieder in Deutschland auf die Bühne zu gehen. Sie berichtete, wie man es schafft, mit zwei kleinen Töchtern (und ihrem damaligen Ehemann Frank Schöbel) die erfolgreichste Platte der DDR zu produzieren ("Weihnachten in Familie", 1985 ) und wie es ihr gelungen ist, mit ihren neuesten Produktionen wieder zu ihren musikalischen Wurzeln zurückzukehren. Aurora Lacasa gab bei dem Gespräch auch bekannt, dass sie sich künftig bei einem Verein "Kunst trifft Demokratie plus" für die Bewahrung und Weiterentwicklung der demokratischen Rechte und Möglichkeiten in diesem Lande einsetzen wird.

 

Von Dagmar Enkelmann

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