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Solidarität mit Burger King-Beschäftigten

Im Wortlaut von Nicole Gohlke,

Nicole Gohlke (links) und Alexander Süßmair (2.v.l.) zeigen Solidarität mit den gekündigten Betriebsräten von Burger King und deren Gewerkschaft NGG vor dem Gerichtsgebäude in Augsburg.

 

Von Nicole Gohlke

Am Mittwoch, den 7.8.2013 fand vor dem Arbeitsgericht Augsburg eine Solidaritätskundgebung mit den gekündigten Betriebsräten von Burger King statt, an der ich mich mit einigen Genossinnen und Genossen aus der LINKEN beteiligte.

Der neue Franchisenehmer vieler Burger King Filialen Deutschlands, die Yi-Ko Holding GmbH, will die Tarifverträge abschaffen, Niedriglöhne von 6,50€ einführen und sprach Betriebsräten in 14 Städten fristlose Kündigungen aus - wegen vermeintlicher Diebstähle und anderer Vergehen. Mit den gerichtlichen Verfahren wurde die berüchtigte Kanzlei Helmut Naujoks beauftragt. Sie ist spezialisiert auf die Zerschlagung von Betriebsratsstrukturen und - wie Naujoks gegenüber Günter Wallraff zugegeben hatte - Fachanwalt "für Mobbing von Betriebsräten, Schwangeren und Behinderten".


Doch die BetriebsrätInnen und die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) wehren sich: Gegen die Gesetzesverstöße der Arbeitgeberin wurden viele Gerichtsverfahren eingeleitet und die Vorgänge öffentlich gemacht. Auch der Bundesverband der Systemgastronomie und Burger King GmbH zeigt sich bereits besorgt wegen einem „Imageschaden".


Meines Erachtens ist dieses Vorgehen ist kein Zufall. Systematisch sollen hier Betriebsratsstrukturen zerschlagen werden und Niedriglöhne durchgedrückt werden. Ich finde es mutig, dass der Betriebsrat und die Beschäftigten sich nicht einschüchtern lassen, sondern dagegen kämpfen.

DIE LINKE solidarisiert sich mit dem Arbeitskampf und forderte schon 2010 in einem Antrag das Verbot der Verdachtskündigung und der Erweiterung der Kündigungsvoraussetzungen bei Bagatelldelikten.

linksfraktion.de, 14. August 2013

 

Zur Überblicksseite "Sommer im Wahlkreis 2013"

 

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