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Sechs Fragen an Thomas Lutze

Im Wortlaut von Thomas Lutze,

35 der 76 Abgeordneten, die DIE LINKE im 17. Bundestag stellt, sind neu gewählte Mitglieder des Parlaments. Welche Erwartungen haben sie? Was haben sie vor? linksfraktion.de fragt nach.


Thomas Lutze, 40, Angestellter aus dem Saarland

Sie sind jetzt Volksvertreter. Wie wollen Sie die Interessen der Menschen vertreten?

Ich denke, dass jeder Mensch seine Interessen selbst vertreten kann. Als Abgeordneter habe ich vielleicht die Möglichkeit, Themen und Anliegen von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in die Öffentlichkeit zu bringen.

Wie wollen Sie konkret den Widerstand gegen Sozialabbau und Krieg stärken?

Indem ich meine politische Arbeit nicht auf die Arbeit im Parlament begrenze, sondern auch darüber hinaus aktiv bleibe. Ich möchte einen Beitrag leisten, dass unser Landesverband weiter wächst. Ich möchte unsere neu gewählten Kommunalpolitikerinnen und -politiker unterstützen. Und ich werde auch weiterhin aktives Mitglied in zahlreichen außerparlamentarischen Organisationen bleiben.

Welche persönlichen Erfahrungen können Ihnen den Start als Parlamentarier erleichtern?

Ich bin seit 1994 parteipolitisch aktiv und habe bereits drei Legislaturperioden als MdB-Mitarbeiter gearbeitet. Ansonsten bin ich ein absoluter Neuling, was die Arbeit als Abgeordneter angeht. Vielleicht ist dies gar kein Nachteil, und ich kann unvoreingenommen an die Arbeit gehen.

Was würden Sie in ihrer ersten Bundestagrede der Kanzlerin gern einmal sagen?

Ich sehe keinen Gesprächsbedarf mit der Kanzlerin. Sie steht nur in der ersten Reihe. Die politischen Entscheidungen werden doch ganz wo anders getroffen - leider. Ich glaube dass es spannender ist, sich mit Fraktionskollegen und den Abgeordneten der anderen Fraktionen über Sachfragen kultiviert zu streiten.

Wie wollen Sie sich davor schützen, im Raumschiff Bundestag die Bodenhaftung zu verlieren?

Das weiß ich noch nicht. Ich hoffe, dass mir gute Freunde rechtzeitig ein Zeichen geben, wenn die Bodenhaftung verloren geht.

Alle Abgeordneten der LINKEN spenden bisher Ihre Diätenerhöhung. Wofür wollen Sie sich persönlich besonders engagieren?

Ich hoffe, dass es einen Beschluss der Fraktion geben wird, dass alle MdB die bisherige Diätenerhöhungen weiter spenden. Falls dies der Fall sein wird, spende ich dieses Geld der Aktion 3. Welt Saar.

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