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Sechs Fragen an Steffen Bockhahn

Im Wortlaut von Steffen Bockhahn,

35 der 76 Abgeordneten, die DIE LINKE im 17. Bundestag stellt, sind neu gewählte Mitglieder des Parlaments. Welche Erwartungen haben sie? Was haben sie vor? linksfraktion.de fragt nach.


Steffen Bockhahn, 30, Politikwissenschaftler aus Mecklenburg-Vorpommern

Sie sind jetzt Volksvertreter. Wie wollen Sie die Interessen der Menschen vertreten?

Ich werde den engen Kontakt zu den Partnerinnen und Partnern im Wahlkreis Rostock nicht abbrechen lassen. So weiß ich immer, wie sich die Politik der Regierung auf die Menschen auswirkt. In Kenntnis dieser Umstände werde ich für Mehrheiten streiten, um soziale Gerechtigkeit durchzusetzen.

Wie wollen Sie konkret den Widerstand gegen Sozialabbau und Krieg stärken?

In Rostock fanden die großen Proteste gegen den G8-Gipfel 2007 statt. Die habe ich wesentlich mitorganisiert. Auch in kleinen Bündnissen habe ich immer wieder mitgearbeitet. Im letzten Jahr haben wir in Rostock ein Bürgerbegehren gegen die Privatisierung öffentlichen Eigentums durchgeführt. Diesen Weg werde ich nicht verlassen.

Welche persönlichen Erfahrungen können Ihnen den Start als Parlamentarier erleichtern?

Ich habe schon einige Jahre in der Rostocker Bürgerschaft gesessen. Aber das ist wohl eine andere Nummer. Ich fürchte also, die Antwort lautet: keine.

Was würden Sie in ihrer ersten Bundestagrede der Kanzlerin gern einmal sagen?

Dass sie nicht immer so tun soll, als würde Ihr Mecklenburg-Vorpommern etwas bedeuten. Die Politik, die sie betreibt, trifft gerade unsere Region besonders hart. Und noch vieles mehr, aber das gehört nicht ins Plenum.

Wie wollen Sie sich davor schützen, im Raumschiff Bundestag die Bodenhaftung zu verlieren?

Mal Sigmund Jähn fragen? Im Ernst: Ich will versuchen, mein Mandat in der Bürgerschaft weiter wahrzunehmen und natürlich auch den Kontakt zu den Leuten in Rostock nicht abreißen zu lassen. Das sollte helfen.

Alle Abgeordneten der LINKEN spenden bisher Ihre Diätenerhöhung. Wofür wollen Sie sich persönlich besonders engagieren?

Da ich nicht damit gerechnet habe, den Wahlkreis zu gewinnen, habe ich das Geld noch nicht verplant. Aber es gibt schon einige Ideen. Das Ergebnis meiner Überlegungen werde ich natürlich veröffentlichen.

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