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Rote Kuh war die Sympathieträgerin auf der Grünen Woche

Nachricht von Kirsten Tackmann,

Großes Interesse für Verbraucher- und Agrarpolitik am Messestand der Bundestagsfraktion DIE LINKE

Kirsten Tackmann, Landwirtschaftsexpertin der Fraktion, zieht am Schlusstag der diesjährigen Grünen Woche eine Messebilanz

Vierhunderttausend Besucherinnen und Besucher machten die diesjährige Internationale Grüne Woche am Berliner Funkturm erneut zu einem Höhepunkt für die Land- und Lebensmittelwirtschaft. Zehn Tage lang wurde geschlemmt, gebummelt und nach dem ein oder anderen Schnäppchen Ausschau gehalten.

Und was macht DIE LINKE dort mittendrin? Sie diskutiert mit vielen Menschen über Agrar- und Verbraucherschutzpolitik. Bereits zum dritten Mal waren wir erfolgreich mit einem eigenen Stand in Halle 6.2 a/b präsent - das kann man sich schon einmal fürs kommende Jahr vormerken. Eröffnet wurde er übrigens von gleich 2 Fachministerinnen der LINKEN: Katrin Lompscher aus Berlin und Anita Tack aus Brandenburg.

Unser diesjähriges Thema „Faire Milch“ traf den Nerv der Zeit. Es ging um LINKE Antworten zu drängenden Fragen in der Milchpolitik, zur gesunden Ernährung und zum Erhalt vielfältiger Kulturlandschaften. Wie kommt der Preis für die Milch im Supermarkt zustande? Warum ist er für die Milchbetriebe zu niedrig? Wie erreichen wir einen Preis, der fair für die Erzeuger ist, aber den auch die im Laden bezahlen können, deren eigene Taschen immer leerer werden? Und am Ende dann immer wieder die berechtigte Frage: Was kann, was muss die Politik zur Lösung der Krise tun? Was hat das mit unserer Forderung nach wirklicher “Wahrheit und Klarheit“ in der Kennzeichnung von Lebensmitteln zu tun?

Die Diskussionen auf der Grünen Woche machten eines sehr klar: Die gegenwärtige Gesellschaftskrise spitzt sich in der Agrarwirtschaft noch deutlicher zu. Lebensmittel und Agrarflächen sind zum weltweiten Spekulationsobjekt geworden mit einem noch weit größeren Erpressungspotential als in anderen Wirtschaftsbereichen, weil wir abhängig sind von Lebensmitteln. DIE LINKE zielt in einem sozial und ökologisch sinnvollen Konzept darauf, regional verankerte Erzeugerbetriebe zu stärken, deren Produkte möglichst regional verarbeitet und gehandelt werden. Die Strategie der schwarz-gelben Koalition, den Dumpingwettbewerb auf dem Weltmarkt durch eine exportorientierte Landwirtschaft gewinnen zu wollen, hat dagegen zur Folge, dass immer mehr Menschen auch in der Landwirtschaft nicht mehr von ihrer Hände Arbeit leben können und natürliche Lebensgrundlagen zerstört werden.

Selbstverständlich gab es am Stand Flyer, in denen unsere Antworten nachgelesen werden können. Und natürlich fiel unsere rote Kuh am Stand vielen sofort ins Auge. Zeitweise gab es Schlangen von Besucherinnen und Besuchern, die sich auf ihr fotografieren lassen wollten. Die Bilder konnten anschließend per E-Mail nach Hause geschickt oder als Button zum Anstecken mitgenommen werden. Etliche Buttons mit dem Motto „Ich nehm´ DIE LINKE“ schlenderten so zehn Tage über das Messegelände.

Jeden Tag waren Abgeordnete gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Fraktionen der LINKEN im Bundestag und aus Landtagen vor Ort, um Fragen zu beantworten und zu diskutieren. Immer wieder war der Andrang so groß, dass trotz der mindestens 3 Standbetreuerinnen und -betreuer nicht alle Gesprächswünsche gleichzeitig berücksichtigt werden konnten. Dass auch für immer mehr Vereine und Verbände unterdessen unser Stand zum festen Anlaufpunkt auf der Grünen Woche geworden ist zeigt: LINKs wirkt - auch auf der Grünen Woche.

Von Kirsten Tackmann

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