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Nazianschlag auf Wahlkreisbüro?

Nachricht von Ulla Jelpke,

In der Nacht vom 1. auf den 2. April zerstörten Unbekannte mit zwei Pflastersteinen die Schaufensterscheiben des Wahlkreisbüros von Ulla Jelpke in der Dortmunder Nordstadt.

Zwei große Löcher prangen in der rund 22 qm großen Fensterfront. Unter einem klebt der Aufruf zum NPD Verbot. Dieser Anblick bot sich am Morgen des 2. April den Wahlkreismitarbeiterinnen.

"Der Angriff auf das Büro ereignete sich genau in der Nacht nach einer großen Antifa-Demo. Möglicherweise hat das die rechtsextreme Szene dazu veranlasst, ihren Frust über die linke Demo auszuleben", vermutet Ulla Jelpke. "Nazi-Aktivitäten nehmen auch in Dortmund ständig zu. Am 1. Mai wollen die Kameradschaften unterstützt von der NPD in der Stadt demonstrieren. Unser Büro hilft mit der Vorbereitung von Protesten hiergegen."

Ihre Mitarbeiterin Katharina Schwabedissen ergänzt: "Einschüchterungen und Gewalt sind die bekannten Instrumente der Rechten. Mit einem solchen Anschlag mussten wir rechnen. Schockiert sind wir trotzdem. Es ist unerträglich, in welchem Maße Rechte Gewalt zunimmt, ohne dass tatsächlich etwas dagegen unternommen wird. Die Täter haben billigend in Kauf genommen, dass bei ihrem Anschlag Menschen verletzt werden. Sie konnten nicht erkennen, ob jemand im Raum war, als sie ihre Steine schleuderten.“

Es wurde Anzeige erstattet. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Erste Zeuginnen haben sich bereits gemeldet.

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