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Natur-Tour: Bioladen – Tiertafel – Selbstversorgung

Im Wortlaut von Eva Bulling-Schröter,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.

Eva Bulling-Schröter (4.v.l., hintere Reihe) bei der Hofer Tiertafel

Von Eva Bulling-Schröter

Tierischer Wochenbeginn: Meine Sommertour startete mit einem Besuch im Biohandelshaus Dennree in der Nähe von Hof. Der Eigentümer hatte Mitte der 70er Jahre, die Idee, Bio-Lebenmittel zu vermarkten. Aus einem gebrauchten Lkw und mitarbeitender Familie wurde ein großes Unternehmen:  Rund 1000 MitarbeiterInnen und mittlerweile 200 Lkw sorgen dafür, dass die 10 800 verschiedenen Produkte pünktlich bei den 1300 Naturkostfachgeschäften ankommen.   Begleitet wurde ich bei diesem Termin von Ralf Kalich, dem LINKE-Landtagsabgeordneten von Thüringen und Bürgermeister von Blankenstein am Rennsteig. Viele Bürgerinnen und Bürger seiner Gemeinde sind bei Dennree beschäftigt. Bei Hirseauflauf und gemischten Salat habe ich Michael Goy-Hun (Mitglied der Dennree-Geschäftsleitung) und Antja Müller unseren "Plan B" vorgestellt. Außerdem haben wir über die tarifliche Bezahlung in der Bio-Branche gesprochen – ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass es in diesem Bereich guten Lohn für gute Arbeit gibt.   Danach ging‘s weiter zur Hofer Tiertafel, einem Projekt, das ich seit seiner Gründung begleite und unterstütze. Eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen leistet hier tolle Arbeit. Sie unterstützen Hartz-IV-Empfänger und Menschen mit kleiner Rente. Es sollten noch viel mehr Menschen die Tiertafel unterstützen und so verhindern, dass Tiere im Tierheim landen, weil Frauchen oder Herrchen sich das Futter nicht mehr leisten können. Oft sind die Tiere die letzten Sozialkontakte für die Betroffenen, und es ist ganz schlimm, wenn sie sich von diesen auch noch trennen müssen.   Der letzte Termin des Tages führte mich in ein Wohngebiet in Hof-Moschendorf. Hier hat Familie Hertel ihren Traum von Selbstversorgung verwirklicht. Im letzten Jahr haben Evelin Hertel und ihre Familie 150 Kilo Obst und Gemüse geerntet und weiterverarbeitet. Nur was absolut notwendig ist, wird im Supermarkt gekauft. Wir gut die Sachen sind, konnte ich am Inhalt des Korbs voller Köstlichkeiten sehen, der mir überreicht wurde. Dafür auch hier noch mal ein ganz großes Dankeschön.

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