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Mindestlohn für Menschen mit Behinderung

Im Wortlaut von Harald Koch,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.


Hygiene bei der Lebensmittelverpackung: Harald Koch (3.v.r.)

Von Harald Koch

Im Rahmen meiner diesjährigen Sommertour besuchte ich gemeinsam mit KommunalpolitikerInnen, GenossInnen der Basis und meinem Team die "Lebenshilfe für behinderte Menschen Mansfelder Land e.V." in der Lutherstadt Eisleben. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessenvertretung sowie die umfassende gesellschaftliche Integration von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung aller Altersgruppen wahrzunehmen.

Ich bekam dort die Möglichkeiten, mir die verschiedenen Werkstätten anzuschauen, in denen bis zu 180 Menschen mit vorwiegend geistigen Behinderungen in den verschiedensten Bereichen engagiert und gewissenhaft arbeiten. Unter anderem werden in Eisleben eine Holzwerkstatt, eine Wäscherei, eine Druckerei und Buchbinderei, eine Elektronikwerkstatt sowie ein Bereich der Lebensmittelverpackung betrieben, welche uns alle durch den Werkstattleiter, Herrn Hein, vorgestellt wurden.

In einer anschließenden lockeren Gesprächsrunde berührte mich ganz besonders die Forderung der Beschäftigten nach einem gesetzlichen, die menschliche Existenz sichernden Mindestlohn. Denn die Löhne, welche den Menschen für ihre Arbeit in den Werkstätten gezahlt werden, sind gering und reichen nicht aus, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ich habe den Menschen versprochen an diesem Thema unbedingt dran zu bleiben und mich auch weiterhin für einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn stark zu machen.

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