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Mehr Platz für Rothirsch, Dachs und Reh!

Im Wortlaut von Klaus Ernst,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.


Klaus Ernst (2.v.r.) informiert sich über das Wildtierland in Strasburg (Uckermark).
 

Gelegen zwischen dichten Mischwäldern mit alten Buchen und knorrigen Eichen und zahlreichen kleinen Seen, zieht sich die von der Eiszeit geformte sanfte Hügellandschaft mit ihren weitläufigen Feldern. Hier liegt das Wildtierland Gut Klepelshagen, welches ich am Dienstag, den 26. Juli besucht habe. Die dort ansässige Deutsche Wildtierstiftung hat sich den Schutz von Rothirsch, Dachs und Reh, Seeadler und Kranich sowie anderen Wildtierarten auf die Fahnen geschrieben. Auf über 2.000 Hektar Land finden sie hier Platz und alles, was sie zum Überleben brauchen. Denn auf den Flächen des Gutes Klepelshagen wird konsequent wildtierfreundliche und ökologische Land- sowie nachhaltige Forstwirtschaft betrieben.


Spezialisiert hat sich das Gut zudem auf die Haltung von mehr als 200 – Galloway und Deutsch-Agnus-Rindern. Auch gut 20 Schweine in ökologischer Aufzucht gehören zum Gut. Die Tiere werden vor Ort geschlachtet und zu hochwertigen Fleischprodukten in der eigenen Schlachterei verarbeitet und vermarktet. Die Wildtierstiftung bietet zahlreiche Beobachtungstouren, Wanderungen und Führungen an. Dabei steht immer das Leben der Wildtiere und ihrer Lebensumgebung im Fokus.

Was mich wirklich beeindruckt hat und scheinbar nicht zusammenpasst, funktioniert hier fast ganz selbstverständlich: Die nachhaltige und ökologische Flächenbewirtschaftung sind gleichzeitig auch Lebens- und Rückzugsraum der Wildtiere. Wer einmal abschalten will und Zeit mitbringt, kann hier viel über ökologisches Wirtschaften in Einklang mit der Natur und Tieren erfahren und erleben.    Besuch der öffentlichen Programmdebatte der LINKEN Stralsund   Die nächste Station meiner Sommertour führte mich in die von der UNESCO 2002 zum Weltkulturerbe erklärte alte Hansestadt Stralsund, die wieder im neuen Glanz erstrahlt. Auf Einladung des Kreisverbandes Stralsund und ihrer Vorsitzenden Marianne Linke waren zahlreiche Genossinnen und Genossen gekommen, um mit mir gemeinsam am Dienstagnachmittag über den aktuellen Programmentwurf der Partei DIE LINKE zu diskutieren.

Die Themen und Fragen waren vielfältig und breit gefächert. Fast jedes Politikfeld wurde zumindest angerissen: Wie will DIE LINKE die Gesundheitspolitik verändern, damit allen Menschen wieder den gleichen Zugang zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung bekommen? Wie will DIE LINKE die vor allem im Osten drohende Altersarmut vieler Rentnerinnen und Rentner bekämpfen? Welches Gesellschaftsbild verfolgt DIE LINKE in ihrem Programm? Und: Wer sind die Bündnispartner der Partei, mit denen man gemeinsam für eine andere, bessere Gesellschaft kämpfen kann?   Aber auch über aktuelle Themen wie den Panzerverkauf der Bundesregierung an Saudi-Arabien, den Libyenkrieg oder die aktuelle Diskussion über Steuersenkungen, und welches Konzept DIE LINKE für ein gerechteres Steuersystem verfolgt, wurden kontrovers diskutiert. Besonders gefreut habe ich mich über die aktive und tolle Diskussionskultur der Genossinnen und Genossen in Stralsund. Auch wenn es bei der einen oder anderen Detailfrage des Programms unterschiedliche Meinungen gibt, bin ich doch sehr zuversichtlich, dass die Debatten und Veranstaltungen der vergangenen Wochen und Monate über das erste Programm der LINKEN auf dem Erfurter Programmparteitag im Oktober erfolgreich abgeschlossen werden kann. Aber eigentlich enden ja Debatten über Programme in Parteien ja eigentlich nie. Und so soll es auch sein!
Von Klaus Ernst

linksfraktion.de, 26. Juli 2011

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