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Lohnlücke bei Müttern schließen!

Nachricht von Doris Achelwilm,

»In Deutschland überwiegt das traditionelle Haupternährer-Zuverdienst-Modell. Dass Mütter die Familienverantwortung wegtragen und dadurch bis zur Rente massive Lohnrückstände in Kauf nehmen, wird von der Bundesregierung politisch begünstigt und vorausgesetzt«, kommentiert Doris Achelwilm, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Gleichstellungspolitik, eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Sie besagt, dass Muttersein in Deutschland weiter mit starken Einkommenseinbußen verbunden sei und die Einkommenslücke zwischen Müttern und kinderlosen Frauen immer größer werde.

»Diese Gerechtigkeitslücke muss dringend geschlossen werden. Familie, Haushalt, Pflege und Erziehung sind gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, die mit öffentlichen Mitteln ausreichend gestützt und geschlechtergerecht verteilt gehören.

Die Aufwertung unterbezahlter Berufe, gute Kitaversorgung, die Abschaffung des Ehegattensplittings und Maßnahmen zur geschlechtergerechten Verteilung von Zeit und Verantwortung ›zu Hause‹ sind unabdingbar. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist keine Privatsache, sondern Aufgabe von Politik und Wirtschaft: Dabei geht es nicht nur um Rahmenbedingungen für Frauen, sondern für alle. Auch die Debatte um kürzere ›Normalarbeitsverhältnisse‹ (bei vollem Lohnausgleich) muss entschiedener geführt werden.«

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