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Kampf für sexuelle Vielfalt

Nachricht,


Mechthild Rawert (SPD), Susanna Karawanskij (DIE LINKE) und Martha Tholanah (v.l.)


Martha Tholanah aus Simbabwe hat am Donnerstag den Bundestag besucht und wurde von den Abgeordneten Susana Karawanskij (DIE LINKE) und Mechthild Rawert (SPD) in Empfang genommen. Die Menschenrechtlerin berichtete über ihr gesellschaftspolitisches Engagement für sexuelle Vielfalt und skizzierte die Entwicklung von HIV in ihrem Heimatland. Besonders problematisch sei die Stigmatisierung und Diskriminierung Infizierter, berichtete Tholanah, die selbst vom Virus betroffen ist.

Anschließend diskutierte Tholanah mit den anwesenden Gästen, welche präventiven Maßnahmen zur Bekämpfung von HIV in Simbabwe ergriffen werden können. Besonders schwierig gestalte sich die Arbeit für Hilfsorganisationen, da sie "keine gesellschaftliche Akzeptanz besitzen und sogar bedroht werden", sagte Tholanah. Der Grund ihres Aufenthaltes in Berlin ist die Verleihung des David Kato Vision & Voice Award, der im Rahmen des renommierten Teddy-Awards bei den Filmfestspielen der Berlinale vergeben wird.

"Martha riskiert jeden Tag ihr Leben um Menschen der unterschiedlichsten sexuellen Ausrichtungen zu unterstützen", heißt es in der Begründung. "Die Berlinale ist eine gute Plattform, um Aufmerksamkeit auf queerpolitische Themen zu lenken und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen“, findet Susana Karawanskij. Die Politikerin freute sich über den Erfahrungsgewinn und lobte das fraktionsübergreifende Engagement und Interesse an einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema.

Paul Schwenn
 

linksfraktion.de, 13. Februar 2015