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Foto: Rico Prauss

»Gemeinsam mit den Menschen Politik gestalten«

Im Wortlaut von Susanna Karawanskij,

Susanna Karawanskij, Politikwissenschaftlerin und Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE in der 18. Legislatur, über ihre politischen Ziele, langen Atem und das Adjektivpaar "jung und weiblich", Foto: picture alliance / dpa


Susanna Karawanskij, herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl in den Deutschen Bundestag. Während der nächsten vier Jahre werden Sie in der Fraktion DIE LINKE die Interessen der Menschen vertreten. Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?

Susanna Karawanskij: Zum einen ist mir wichtig die Interessen von Menschen zu vertreten, die nicht über eine starke Lobby verfügen, zum anderen liegen mir die Menschen aus Nordsachsen, dem Landkreis, wo ich angetreten bin, am Herzen. Ich fühle mich verpflichtet die Probleme aus der Region nach Berlin zu tragen und nach Möglichkeit ganz konkret auch positive Veränderungen herbeizuführen.

Welche konkreten Vorhaben wollen Sie in die politische Arbeit einbringen?

Mir liegt natürlich die vorwiegend ländlich geprägte Region, in der ich als Direktkandidatin angetreten bin, am Herzen. Die Herausforderungen des demografischen Wandels sind dort wichtig – wir brauchen weiterhin den Breitbandausbau für "schnelles" Internet im ländlichen Raum, einen neuen Solidarpakt III für klamme Kommunen, damit die Menschen in den Gemeinden weiterhin gut leben können. Mir fallen noch viele weitere Projekte und Themen ein, die ich nicht alle aufzählen kann, aber ich hoffe, dass wir entsprechenden politischen Druck aufbauen.

Auf welche persönlichen Erfahrungen können Sie dabei zurückgreifen?

Mein Mentor hat mir immer gesagt, dass man in der Politik Marathonläufer sein muss, insofern werde ich wohl einen langen Atem brauchen. Was ich bislang aus meiner politischen Arbeit gelernt habe, ist, dass es immer einer kollektiven Leistung bedarf um politisch durchsetzungsfähig zu sein und Projekte anzuschieben. Insofern verstehe ich mich als Team-Playerin und möchte mit den Menschen gemeinsam Politik gestalten.

Sie gehören im Bundestag zu einer kleinen besonderen Gruppe: Sie sind jung und weiblich. Sind das Herausforderungen?

Die Linksfraktion besteht zu mehr als die Hälfte aus Frauen, insofern ist es nicht gerade eine kleine Gruppe. Im Wahlkampf hat das bislang weniger eine Rolle gespielt, ob das im Bundestag eine besondere Herausforderung ist, wird sich zukünftig zeigen.

Politik ist in der Regel ein langwieriges Geschäft. Dennoch: Welche drei Dinge möchten Sie heute in vier Jahren erledigt sehen?

Natürlich will ich beziehungsweise wollen wir so viel wie möglich in den kommenden vier Jahren erreichen – erste Schritte wären die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, die Angleichung der Löhne in Ost und West – darüber hinaus geht noch einiges.

linksfraktion.de, 8. Oktober 2013

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