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Für Stadt und Land - Zwischen Wasser und Licht

Im Wortlaut von Sabine Stüber,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.

"Wir bewegen Sie", lautet der Slogan der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft mbH (UVG). Dass die Erfüllung dieses Versprechens jedoch für das Unternehmen einen Kraftakt darstellt, davon konnte ich mich bei einem Besuch vor Ort überzeugen. Der Geschäftsführer der UVG, Lars Boehme, sprach über Beweggründe und Erfolge verschiedener Projekte.

Exemplarisch genannt wurden der Anruf-Bus, der Theaterbus oder der Uckermark-Shuttle. Allesamt Massnahmen, um den Spagat zu meistern zwischen der Daseinsfürsorge für die Bewohnerinnen und Bewohner der Uckermark einerseits und finanziellen Zwängen andererseits, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben. Während die Stadtbevölkerung die ständige Präsenz der Stadtbusse möglicherweise gar nicht mehr wahrnimmt, muss die Landbevölkerung sich zunehmend auf ein Rufbussystem einstellen. 

Es ist allemal effektiver, den Bus für einzelne Personen zum bestellten Zeitpunkt zu schicken als nach Fahrplan mit leeren Bussen übers Land zu fahren. Neben den steigenden Dieselpreisen und sinkenden Fahrgastzahlen sind nicht ausreichende Zuwendungen vom Land eine Ursache für die ständige Suche nach effektiven und flexiblen Formen der Personenbeförderung im ländlichen Raum. 

  Ein Betrieb blieb auf der Strecke   Auch die vieldiskutierte Schließung der Werkstatt des Templiner Betriebsteils ist eine der erzwungenen Maßnahmen, um Kosten zu sparen. Trotz der Bemühungen der UVG diese Schließung für die Beschäftigten so sozial wie möglich zu gestalten, bleibt der bittere Beigeschmack, dass wieder ein Betrieb auf der Strecke blieb.    Der Uckermark-Shuttle ist ein Angebot zur Neustrukturierung des Busverkehrs, bei der die Verbindungen zwischen den uckermärkischen Städten das Grundgerüst bilden. Jeweils dreimal an den Wochenendtagen fahren behindertenfreundliche Busse mit Fahrradanhängern zwischen Schwedt, Angermünde, Prenzlau und Templin hin und her. Noch wird dieses Angebot, besonders auch von den Touristen, nicht befriedigend genutzt, obwohl auf eine optimale Anbindung an den Bahnfahrplan geachtet wurde.    Hier den Überblick, den Blick auf die Effektivität und die Verlässlichkeit des Transportangebot unter einen Hut zu bekommen, ist eine enorme Herausforderung. Die Probleme der immer geringer werdenden Besiedelung unserer Uckermark sind sehr, sehr deutlich zu spüren. Diese zu bewältigen, kann über lange Sicht nicht die alleinige Aufgabe der UVG sein.  Von meinem Besuch nehme ich einige Fragen und Anregungen von Lars Boehme mit auf den Weg nach Berlin.    Zwischen Wasser und Licht   "Wasser und Licht" ist das Thema des "20. Internationalen Landschaftspleinair - Künstler erleben den Nationalpark Unteres Odertal", das am 15. Juli seinen Abschluss findet. Am Vortag, also in der Phase der Ordnung der Arbeiten zu einer Ausstellung, besuchte ich die Kunstschaffenden in der Galerie am Kietz des Kunstverein Schwedt e.V.    Wie unterschiedlich die Wahrnehmungen der Künstlerinnen und Künstler während ihres Projektes waren, so verschieden sind auch die benutzten Materialien und die fertigen Arbeiten. Es ist beeindruckend, wie genau die Besonderheiten der Landschaft, aber auch die Schwedter selber beobachtet wurden und Inspiration gaben.   Die Japanerin Masko Iso stellte neben ihren Zeichnungen auch die wechselseitige Notwendigkeit von Wasser und Licht für scheinbar banale Dinge wie Pflanzenwachstum dar. Auch im Projekt des Nigerianers David Amaechi Dibiah standen die Macht und die Notwendigkeit des Wassers im Mittelpunkt, beispielsweise wenn sie durch Besitzverhältnisse zum Politikum werden. Der Kunstverein wird sich demnächst über eine finanzielle Zuwendung der Bundestagsabgeordneten für seine Projekte und Kurse freuen können.

Von Sabine Stüber

linksfraktion.de, 14. Juli 2011

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