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Demonstrieren am Weltflüchtlingstag

Nachricht von Gregor Gysi,

Pressekonferenz mit Gregor Gysi zum Weltflüchtlingstag und zur Griechenland-Soli-Woche 
 

Angesichts des Massensterbens von Flüchtlingen im Mittelmeer und des brutalen Kürzungszwangs im Süden Europas veranstalten das Bündnis "Bedingungsloses Bleiberecht" und das Bündnis "Europa. Anders. Machen" am Samstag, den 20. Juni, eine bundesweite Demonstration und eine Kundgebung unter Beteiligung namenhafter RednerInne und KünstlerInnen, darunter Gregor Gysi und die Flüchtlingsaktivistin Napuli Langa.

Der 20. Juni ist Weltflüchtlingstag und zugleich Auftakt der Griechenland-Solidaritätswoche. Die Demonstration des Bündnis "Europa. Anders. Machen." beginnt um 13 Uhr am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg und führt bis zum Brandenburger Tor, wo von 16 bis 22 Uhr die Kundgebung des Bündnis "Bedingungsloses Bleiberecht" stattfindet.

Partei und Fraktion DIE LINKE unterstützen beide Bündnisse und die Demonstration und Kundgebung am 20 Juni. Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, betonte, dass es angesichts der sich zuspitzenden Situation Zeit zu handeln sei. Gysi kritisierte die Untätigkeit der Politik gegenüber Flüchtlingen und der Lage in Griechenland. Gregor Gysi wörtlich: "Schon allein wegen der deutschen Geschichte sind wir verpflichtet, anständig zu handeln. Menschen lassen sich oft von abstrakten Ängsten leiten – deswegen müssen wir eine andere Stimmung in der Gesellschaft organisieren. Im Moment sind 60 Prozent der Jugendlichen in Griechenland ohne Arbeit. Für diese jungen Menschen ist das Bild von Europa kaputt gemacht worden."

Europa. Anders. Machen. demokratisch – solidarisch –  grenzenlos

In Europa hat man heute allen Grund, entsetzt zu sein. Angesichts des Massensterbens im Mittelmeer und des brutalen Kürzungszwangs im europäischen Süden ist die Schmerzgrenze längst überschritten. Am 20. Juni, dem internationalen Weltflüchtlingstag und dem Beginn der weltweiten Griechenland-Solidaritätswoche, wollen wir daher öffentlich auf den Straßen Berlins ausrufen: Dieses Europa agiert nicht in unserem Namen.

Der vollständige Aufruf unter: "Europa. Anders. Machen."

Refugees Welcome – Flucht ist kein Verbrechen

Tausende Menschen, Junge, Alte, Frauen, Kinder verlieren auf der Flucht vor Krieg, politischer Verfolgung und unmenschlichen Lebensbedingungen ihr Leben. In dieser Situation halten wir es für angebracht unter der Überschrift „Refugees Welcome – Flucht ist kein Verbrechen“ ein sehr deutliches öffentliches Signal gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit und für einen grundsätzlichen Wandel in der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und der Europäischen Union zu setzen. Nein zur Asylrechtsverschärfung der Bundesregierung. Für ein solidarisches Miteinander zwischen Menschen statt Ausgrenzung.

Der vollständige Aufruf unter: Refugees Welcome - Flucht ist kein Verbrechen


linksfraktion.de, 10. Juni 2015