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Das Weltsozialforum legt die Finger in die Wunde des westlichen Wohlstands-Modells

Nachricht von Lorenz Gösta Beutin,

Zum heutigen Auftakt des Weltsozialforums in Brasilien/Salvador de Bahia erklärt der vor Ort anwesende energie- und klimapolitische Sprecher von DIE LINKE im Bundestag:

"Das Weltsozialforum legt die Finger in die Wunde des westlichen Wohlstands-Modells: Die Große Koalition setzt ihren national-egoistischen Kurs von Exportüberschüssen und ungebremstem Rohstoffhunger fort.

Sie betreibt eine Hände-in-den-Schoß-Politik gegenüber den betrügerischen Autokonzernen und der klimaschädlichen Kohlewirtschaft sowie die Abschottung der EU-Grenzen. Dabei sind in den Ländern desglobalen Südens die wachsende Ungleichheit, Klimakrise und Umweltflucht weiter an der Tagesordnung. 

Es muss jedem klar sein, dass unsere Lebensweise im Norden auf Kosten der Menschen im Süden geht. In Deutschland und dem Rest der Welt wächst die Kluft zwischen arm und reich. Das Weltsozialforum ist und bleibt die wichtigste Arena globaler Solidarität und Kämpfe für mehr Gerechtigkeit. Die Kritik an den globalen Ungleichgewichten und kapitalistischen Verwerfungen mit seinen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgeschäden müssen wieder lauter auf die Agenda. Stellen die Eliten in Politik und Wirtschaft weiter auf dumm, so ernten die Rechten den Unmut über die spürbaren Schieflagen. In Zeiten der Globalisierung bewegen sich Kapital und Waren frei um die Erde, nicht Menschen. Ob in Berlin, Beirut oder Bahia: Etwas läuft gewaltig schief. Verstehen wir es. Ändern wir es. Eine andere Welt ist möglich."