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Gute Arbeit

Sozial abgesichert, gut entlohnt, mitbestimmt und tariflich ausgestaltet

Was ist Gute Arbeit? Auf diese Frage antworten die meisten Menschen: Meine Arbeit soll sicher sein und anständig entlohnt werden. Sie soll meiner Gesundheit nicht schaden. Ich möchte mitbestimmen können. Und Arbeit ist gut, wenn ich auch genügend Zeit für meine Freunde und Familie habe. Auch wir sagen: Gute Arbeit ist sozial abgesichert, gut entlohnt und tariflich ausgestaltet, mitbestimmt und darf nicht krank machen.

Gemessen an diesen Standards sieht die Realität oft anders aus. Unternehmen bieten immer öfter nur unsichere und schlecht bezahlte Arbeit an. 7,3 Millionen Beschäftigte arbeiteten 2019 in Deutschland in einem atypischen Arbeitsverhältnis, das ist mehr als jeder fünfte Beschäftigte. Bei Beschäftigten mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist es etwa jeder Dritte. Sie arbeiten befristet, in Teilzeit bis 20 Stunden in der Woche, als geringfügig Beschäftigte oder in Leiharbeit. Kein Wunder, dass Deutschland mit den größten Niedriglohnsektor in Europa hat. Gleichzeitig fällt nur noch etwa die Hälfte der Beschäftigten unter den Schutz von Tarifverträgen und nur in neun Prozent der Betriebe, die die gesetzliche Voraussetzung für die Gründung eines Betriebsrates erfüllen, gibt es auch einen. Außerdem macht Arbeit allzu häufig krank. Gründe hierfür sind zu hohe körperliche und psychische Belastungen, nicht zuletzt auch zu lange und wenig planbare Arbeitszeiten.

Die Regierungen Schröder und Merkel haben schlecht bezahlter und unsicherer Arbeit den Weg frei gemacht. Die Fraktion DIE LINKE hingegen sagt: Politisches Handeln muss sich am Leitbild Guter Arbeit orientieren. Mehr

Respektvoll

Prekäre Beschäftigung eindämmen, Mindestlohn erhöhen Mehr

Demokratisch

Tarifbindung stärken, Mitbestimmung ausbauen Mehr

Selbstbestimmt

Arbeitszeit dem Leben anpassen Mehr

Sicher

Arbeits- und Gesundheitsschutz konsequent umsetzen Mehr