Zum Hauptinhalt springen

Schluss mit der Ausbeutung in der deutschen Fleischindustrie!

Organisierte Verantwortungslosigkeit und rücksichtslose Ausbeutung durch Niedriglöhne beenden

Deutschland ist das Schlachthaus Europas. Mit Niedriglöhnen konkurrierten deutsche Konzerne die Wettbewerber nieder und erzielten Milliardengewinne - auf dem Rücken von meist osteuropäischen Beschäftigten. Corona hat diese Zustände grell ausgeleuchtet und zwang die Regierung zum Handeln. Nach zähem Ringen trat am 1. Januar 2021 das Arbeitsschutzkontrollgesetz in Kraft, das Werkverträge verbietet. Ein überfälliger Schritt mit unnötigen Ausnahmen. Der Fleischlobby gelang es über die CDU/CSU, dass Gesetz abzuschwächen: Leiharbeit bleibt in der Verarbeitung weiter erlaubt, wenn auch begrenzt und nur mit Tarifvertrag. Es wird von effektiven und wirksamen staatlichen Kontrollen abhängen, ob sich die Situation für die Beschäftigten verbessert. Das Gesetz kann aber nur ein Anfang sein. Denn die Fleischwirtschaft ist nur ein Beispiel für die von Mitbestimmung, Arbeitsschutz und Tarifverträgen befreiten Bereiche des deutschen Arbeitsmarktes. Es bleibt viel zu tun und DIE LINKE macht deshalb weiter Druck.

Deutschland einig Dumpinglohnland

Am Ende konnte Minister Hubertus Heil (SPD) sein Arbeitsschutzkontrollgesetz nur mit Ach und Krach über die Ziellinie retten. Wieder einmal hatte die Fleischlobby der Politik gezeigt, wo der Hammer hängt. Kommentar

"Fleischbranche knebeln! Alle Branchen regeln!"

Reicht es, Leiharbeit und Werkverträge nur in der Fleischwirtschaft zu verbieten? Die Fraktion DIE LINKE hat diese Frage bei einem Fachgespräch mit Expert*innen und Betroffenen diskutiert. Weiterlesen

Presse

Aktuelle Entwicklungen schnell analysiert und kommentiert Mehr

Reden

Im Bundestagsplenum sprechen wir Klartext – auch in Sachen Fleischindustrie. Mehr

Nachrichten

Gute Argumente für Regulierungen in der Fleischwirtschaft finden Sie hier.

Daten & Fakten

Informationen und Fakten für fundierte politische Forderungen finden Sie hier.

Inhalte filtern

Sie können die Inhalte des Dossiers mit den folgenden Filtern eingrenzen:

Arbeitsschutz ist Arbeitgeberpflicht – ob im Betrieb oder im Home Office

Nachricht von Jutta Krellmann

„Arbeitsschutz ist Arbeitgeberpflicht, ob im Betrieb oder im Home Office", stellt Jutta Krellmann klar. Die Verantwortung für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz dürfe nicht auf die Beschäftigten abgewälzt werden. Betriebe, die fahrlässig die Gesundheit ihrer Mitarbeiter:innen gefährden, müssten konsequent dichtgemacht werden, so Krellmann. 

Weiterlesen

Jutta Krellmann: CDU/CSU öffnet die Tür für Leiharbeit in der Fleischindustrie

Rede von Jutta Krellmann

16.12.2020 - Die Bundesregierung hat angekündigt Werkverträge und Leiharbeit in den Kernbereichen der Fleischwirtschaft ab 2021 komplett zu verbieten. Doch hat die Lobby der Fleischindustrie bei der CDU/CSU ein offenes Ohr gefunden und das Gesetz aufgeweicht. Als LINKE fordern wir weiterhin das Verbot von Leiharbeit und Werkvertrag im Kernbereich für die komplette Fleischindustrie.

Weiterlesen

Fleischindustrie: Achtfach höheres Corona-Risiko

Nachricht von Jutta Krellmann

Werkvertragsbeschäftigte und Leiharbeiter*innen in der Fleischindustrie haben eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit sich mit Sars-Cov-2 zu infizieren wie Beschäftigte der Stammbelegschaft. Gegenüber der Gesamtbevölkerung liegt das Infektionsrisiko sogar acht Mal höher. Das belegen Zahlen, die Jutta Krellmann bei der Bundesregierung erfragt hat.

Weiterlesen

Die Fleischlobby setzt sich durch: Bundesregierung lässt Schlupfloch für Ausbeutung zu

Pressemitteilung von Jutta Krellmann

„Die Fleischlobby hat der Bundesregierung mal wieder gezeigt, wo der Hammer hängt. Sie hat über die CDU/CSU ein Schlupfloch ins Arbeitsschutzkontrollgesetz geschlagen. Aber die rücksichtslose Ausbeutung der Beschäftigten darf auf keinen Fall weitergehen“, kommentiert Jutta Krellmann, Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit, die Meldungen über eine Einigung von SPD und CDU/CSU zum Arbeitsschutzkontrollgesetz.

Weiterlesen

Union darf Verbot von Leiharbeit in der Fleischindustrie nicht länger blockieren

Pressemitteilung von Klaus Ernst

„Es ist unerträglich, dass offenbar wesentliche Teile der Union das Verbot von Leiharbeit in der Fleischindustrie verhindern. Das Verbot ist schon lange überfällig. Während noch im Frühjahr unter dem Druck der Öffentlichkeit auch CDU und CSU bereit waren, Leiharbeit und Werkverträge einzuschränken, um einerseits die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie zu regeln und andererseits auf die Vielzahl von Corona-Ausbrüchen in Schlachthöfen zu reagieren, machen sie sich nun zu Komplizen von Tönnies und Co.“, kommentiert Klaus Ernst, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, die kontroverse Diskussion in der Regierungskoalition über die Einschränkung von Leiharbeit und Werkverträgen in der Fleischindustrie.

Weiterlesen