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Querblick, Ausgabe 17: Queerblick Extra - Solidarität mit HIV-Positiven weiter nötig

Zum Weltaidstag erscheint der querblick erstmals als queerblick-Sonderausgabe. Die Fraktion DIE LINKE. im Bundestag stellt darin ihre Position zur HIV-Prävention, zur Solidarität mit HIV-positiven Menschen und zum internationalen Kampf für das Recht auf lebenserhaltende Medikamente da. HIV/Aids hat ein neues Gesicht. Die HIV-Infektion ist zu einer behandelbaren Infektion geworden, doch nicht alle Menschen erhalten die Medikamente und noch immer bedeutet HIV/Aids ein Stigma, insbesondere für schwule Männer.

Editorial

Von Barbara Höll -

Aids bedeutet heute etwas anderes 
als 1983, als das Hi-Virus entdeckt wurde, der Auslöser der Immunschwächekrankheit. Der Spiegel warnte vor 
»der tödlichen Seuche« und prophezeihte massenhaftes Sterben. Diese Szenarien sind bei uns nicht eingetreten. In den Ländern des Südens leider schon. Hier fehlt es an Gesundheitsversorgung und Medikamenten, weil die Staaten des Nordens zu wenig helfen und weil Pharmakonzerne nur Gewinne abschöpfen wollen.

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Hilfe und Beratung nur noch mit wenig Zeit und Geld

Von Gösta Beutin -

In Schleswig-Holstein hatte die Kürzungspolitik der vergangenen Jahre fatale Folgen für die Aids-Beratungsstellen. Das »Netzwerk AIDS Lübeck« kann kaum noch den Bedarf an HIV-Prävention in der Stadt und den umliegenden Kreisen decken. Sibylle Hasenbank von der Lübecker AIDS-Hilfe beklagt vor allem Personalmangel bei sinkenden Zuschüssen. »Wir arbeiten eigentlich nur auf Anfrage. Notwendige, zielgruppen-spezifische Präventionsangebote, zum Beispiel für Migrantinnen, Migranten und Gefangene, können wir kaum noch konzeptionell entwickeln.«

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Schwule Lieder als Teil der Präventionsbotschaft

Von -

Interview mit Guido Vael, Gründer und Leiter des Projekts Prävention in München.

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LINKE Konzepte für chronisch Kranke

Von -

Immer mehr Menschen sind chronisch krank und benötigen eine gute gesundheitliche Versorgung. Gesundheitspolitik muss darauf angemessen reagieren. DIE LINKE verfolgt vier Ansätze: 

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Gesundheitssystem krankt an mangelnder Solidarität

Von Martina Bunge -

Nun weiß jeder, welches Interesse 
die Bundesregierung an einem funktionierenden, solidarisch strukturierten Gesundheitssystem hat. Schwarz-Gelb beschloss ein Gesetz, mit dem die Reichen, Gesunden und die Arbeitgeber endlich von der Bürde der Solidarität mit den Kranken bzw. den Ärmeren befreit sind. Gesundheitsversorgung soll nach Schwarz-Gelb künftig nichts mehr mit Daseinsvorsorge zu tun haben, sondern ein lukratives Geschäft für Privatversicherungen, Gesundheitskonzerne und sonstige schwarz-gelbe Klientel werden.

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Dem absehbaren Tod nicht schweigend zusehen!

Von Niema Movassat -

5,7 Millionen Menschen würden ohne den Global Fonds nicht mehr leben. Mit seiner Gründung 2002 wurde 
dieser Fonds wichtiger Baustein in der Vermeidung von HIV-Infektionen und der medizinischen Hilfe von HIV-infizierten Menschen in den Entwicklungsländern. Dieser Fonds ist eines der weltweit wichtigsten Instrumente zur Bekämpfung von Malaria, Tuberkulose und HIV/Aids. Gerade in Südafrika sterben etwa 1000 Menschen am Tag an Aids.

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Literatur

Von -

Die Biographie von Tinka Dippel ist nicht der übliche Starschnitt in Schriftform. Hier kommt eine junge Mutter zu Wort, die wie kaum eine andere an den Pranger gestellt wurde und von der Staatsanwaltschaft als »gefährliche« HIV-Positive geoutet wurde. HIV/Aids hat wieder ein Gesicht bekommen, das einer jungen und bekannten Persönlichkeit, die offen und mutig über ihr Leben mit HIV berichtet und wie sie menschlich die Verurteilung und ihr Zwangsouting verarbeitet.

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Frauen – die unbekannten Wesen?

Von -

Während es schwule Männer geschafft haben, die Aids-Präventionsarbeit zu prägen und schwulen Sex vordergründig zu positionieren, spielen Frauen nach wie vor eine untergeordnete Rolle im Bereich 
der HIV-Forschung, -Medizin und 
 -Prävention. Egal ob hetero oder lesbisch, weibliche Sexualität und Lebensrealität taucht – zumindest 
in Deutschland – im Kampf gegen 
HIV und Aids nur am Rande auf. Interview mit Marianne Rademacher, Frauenreferentin der Deutschen AIDS-Hilfe.

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Altem Virus keine neuen Chancen geben

Von Katrin Lompscher -

1981 stand die Welt vor einem Rätsel: In Los Angeles wurde erstmalig bei fünf jungen Männern eine seltene Form der Lungenentzündung fest
gestellt. Normalerweise passiert das nur bei Patientinnen und Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem. 1982 erhielt die Krankheit einen Namen: Aids. Diese vier Buchstaben verbreiteten wie die Pest im Mittelalter Angst und Schrecken. Wer von Aids damals betroffen war, galt als sicherer Todeskandidat.1985 wurden in Berlin die ersten Aids-Patientinnen und -Patienten im Auguste-Viktoria-Klinikum auf zwei Spezialstationen behandelt.

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Comic

Von -

»Punkrock. Heartland« von Andi Lirium ist ein faszi
nierendes Comic-
Debüt. 
Eine rasant erzählte und stil
sicher gezeichnete Punkeloge zwischen unerfüllter schwuler Liebe – Bass liebt Zottel, doch Zottel hat Frau und zwei Kinder –, kleinkriminellem Milieu, Punkband, Knast, Mord und Sex. 

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