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Querblick, Artikel, Ausgabe 0: Patientin im neoliberalen Krankenhaus

»Die Krise im Gesundheitsbereich kündigt sich zuallererst als eine Art Erdrutsch in der gewohnten Versorgung an.« So beginnt Frigga Haug ein Kapitel ihres Buches »Die Vier-in-Einem-Perspektive«. Therapie und Pflege sind in unserem Denken nicht als Warenbeziehungen gekennzeichnet. Sich-Kümmern, Behandeln, Sorgen und Versorgen stehen im Mittelpunkt. Mit dem Einzug neoliberaler Ideologie in den Alltag ändert sich das. Der Jenaer Soziologe Klaus Dörre bezeichnet es als »innere Landnahme« des Kapitalismus. Die letzten gesellschaftlichen Refugien werden als Märkte entdeckt.