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Wohlstand für wen?

erschienen in Klar, Ausgabe 4,

Post von Lafontaine und Gysi

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Wenn sich die Bundesregierung dieser Tage wieder für ihre vermeintlichen Verdienste um Wachstum und Wohlstand auf die Schulter klopft, werden sich viele von Ihnen fragen, wo er denn hingeflossen ist, der Reichtum. Haben Sie doch erneut weniger im Portemonnaie als ein Jahr zuvor. Die Tarifverdienste sind laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr um rund 1,3 Prozent gestiegen, die Preise aber um 1,7 Prozent. Noch schlimmer dürfte die Gehaltsentwicklung für diejenigen unter Ihnen ausgefallen sein, die in nicht tariflich geschützten Beschäftigungsverhältnissen arbeiten müssen. Viele sind ärmer und nicht reicher geworden.

Gleichzeitig erfahren Sie aus den Nachrichten, dass der Deutsche Aktienindex (Dax) um 20 Prozent zulegte und die Aktionäre dieser Dax-Unternehmen obendrein noch mit Ausschüttungen von über 22 Milliarden Euro rechnen dürfen.

Wenn die Große Koalition also von wachsendem Wohlstand spricht, fragen wir, für wen? DIE LINKE. ist die einzige politische Kraft, die diese Frage im Deutschen Bundestag noch stellt. Wir haben konkrete Vorschläge eingebracht, wie der zunehmenden Umverteilung von unten nach oben begegnet werden kann. Unsere jüngste Initiative: die Wiedereinführung einer Börsenumsatzsteuer von einem Prozent. Mit ihr allein könnte der Staat rund 30 Milliarden Euro mehr einnehmen. Zum Vergleich: Die Mehrwertsteuer wurde gerade um drei Prozentpunkte angehoben und belastet mehrheitlich die einkommensschwachen Haushalte. DIE LINKE. zeigt, es geht auch anders!

Mit solidarischen Grüßen

Gregor Gysi und Oskar Lafontaine sind gemeinsam Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.

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