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Wochenmarkt statt Weltmarkt

Die Bundestagsfraktion DIE LINKE lädt ein zur Debatte und zur Veränderung der Gesellschaft.
Mach mit – In den Kommunen geht es los!

Wochenmarkt statt Weltmarkt

Unsere Vision: Im Jahr 2050 orientiert sich die Agrarwirtschaft nicht am Weltmarkt, sondern am Wochenmarkt. Regionale Kreisläufe statt globaler Irrwege tragen dazu bei, die Erzeugung, Verarbeitung, Vermarktung und den Verbrauch von Lebensmitteln räumlich zusammen zu bringen. Das spricht nicht gegen Europa als gemeinsamen Markt, aber gegen unsinnige Transporte. Der Zusammenschluss und die Kooperation von Bäuerinnen und Bauern haben die Marktmacht der Handels- und Lebensmittelkonzerne stark begrenzt. Schlüssel für den sozial-ökologischen Umbau der Agrarpolitik ist der Zugang zu Boden. Im Jahr 2050 ist das Bodeneigentum deshalb in vielen Händen.

Lebendiger ländlicher Raum in unseren Kommunen der Zukunft

Unsere Vision für Schleswig-Holsteins Landwirtschaft im Jahr 2050: Sie gestaltet den ländlichen Raum, ist Grundlage für unsere Naherholung, sichert lebendige Städte und Gemeinden sowie die Versorgung mit Arbeitsplätzen und Lebensmitteln.

Die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein ist nachhaltig und sozial. Produkte werden überwiegend regional vermarktet. Bäuerliche Betriebe wirtschaften nachhaltig und im Einklang mit der Natur und dem dörflichem Leben. Die Artenvielfalt konnte auch dank gepflegter reicher Knicklandschaft erhalten bleiben. Eine industrielle Landwirtschaft und Agrarfabriken mit Massentierhaltung gibt es nicht mehr.

Lebendige Dörfer mit Dorfgemeinschaftszentren, die das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum l(i)ebenswert machen, regionale Einkaufsmöglichkeiten und eine gute medizinische Versorgung bieten, sind prägend. Dies schätzen auch die Touristinnen und Touristen. Schleswig-Holstein ist die Adresse für einen sanften, ökologischen Tourismus.

Und der Weg?

Wir setzen uns im Bund, im Land, in den Kreisen, Städten und Gemeinden für einen sozial-ökologischen Umbau ein und unterstützen alle Initiativen, die mit uns gemeinsam diesen Weg gehen wollen. Der sozial-öko- logische Umbau beginnt jedoch bei jeder und jedem Einzelnen und in der Kommune.

Deshalb fordern wir:

  • Einhaltung von Tier- und Brandschutz und entsprechende Kontrollen in allen Einrichtungen der Massentierhaltung
  • Ausreichend Personal im Bereich des Ordnungsamtes und der Veterinäraufsicht
  • Regelmäßige Kontrolle der arbeitsrechtlichen Bedingungen und der Sicherheitsauflagen bei allen Biogasanlagen
  • Förderung des Ökolandbaus, bäuerlicher und gentechnikfreier Landwirtschaft
  • Förderung des Zusammenschlusses von Bäuerinnen und Bauern um gegen die Marktmacht des Handels bestehen zu können
  • Ausweisung von Naturschutzgebieten und deren Vernetzung zum Erhalt der Artenvielfalt
  • Überwachung der Knickpflege durch die zuständigen Bau- und Umweltämter
  • Förderung regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen
  • Erhalt der „Dorfschulen“ , Ausbau der Kinder- betreuungseinrichtungen und Sportmöglichkeiten um ein lebendiges Dorfleben zu unterstützen
  • Erhalt und Aufbau eines Öffentlichen Personennahverkehrs, der auch eine Anbindung der Menschen in den Dörfern ermöglicht
  • Aufbau und Förderung von Dorfgemeinschaftshäusern
  • Anreize für Landarztpraxen – Eine aktive Strukturpolitik für lebendige Dörfer

Und Sie?
Machen Sie mit!

Diskutieren Sie mit uns den sozial-ökologischen Umbau vor Ort.