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Wie eine solidarische Versicherung funktioniert

erschienen in Klar, Ausgabe 17,

Eine für alle – so lautet die Formel, mit der DIE LINKE die Gesundheits- und Pflegeversicherung sozial gerecht finanzieren will. Für alle sollen die gleichen Rechte und Pflichten gelten.

Eine Last wird leichter, wenn sie von vielen Schultern getragen wird. Wir wollen, dass alle Menschen in der Bundesrepublik in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung einzahlen. Wir wollen die Trennung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung abschaffen. Gute Leistungen für alle statt Zwei-Klassen-Medizin.

Starke Schultern können und müssen mehr tragen. Um die Gesundheits- und Pflegeversicherung gerecht zu finanzieren, wollen wir alle Einkommensarten beteiligen. Längst leben viele Menschen nicht mehr nur von Arbeit, sondern auch von Kapital- und Mieterträgen. Auch diese Einkünfte wollen wir heranziehen. Und wir wollen perspektivisch die Beitragsbemessungsgrenze abschaffen, damit Solidarität nicht bei einer bestimmten Einkommenshöhe aufhört.


Menschen mit geringem Einkommen können entlastet werden, wenn die Finanzierung so gestaltet wird, wie wir es fordern. Insgesamt würden zehn Prozent Beitrag für die Krankenversicherung ausreichen: fünf Prozent für die Versicherten und fünf Prozent für die Arbeitgeber. Zuzahlungen und Praxisgebühr könnten abgeschafft werden.

Die solidarische Bürgerinnen- und Bürgerversicherung sorgt für eine stabile, zukunftsfähige und gerechte Finanzierung der Gesundheits- und Pflegeversicherung sowie eine medizinisch hochwertige Versorgung für alle.

Martina Bunge ist gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

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